Matchberichte 3. Mannschaft
Schiffbruch in Uster
Die Goldküstenmaradonas können es auch in die entgegengesetzte Richtung. Unerklärliche 1:6 Pleite in Uster. Nach einer bis zu diesem Spiel fast perfekten Vorrunde zollen die Ballkünstler mit der Lizenz für gehobene Samba do Brasil-Spielzüge im letzten Spiel dem grenzenlosen Hype Tribut. Die Welt geht nicht unter, dreht sich aber definitiv ein bisschen langsamer.
Besammlung 08:15 Bahnhof Meilen. Unmenschlich, ein Haufen derart hochqualifizierten Artisten aus dem Schönheitsschlaf zu wecken. Doch im tiefen Uster ticken die Uhren noch wie in der guten alten Zeit. Bis auf Siebenschläfer Orifa waren dann auch alle Akteure pünktlich erschienen. Die Stimmung war gut. Das Selbstvertrauen nach einer grandiosen Vorrunde war im Bereich Doppelsalto. So sah der Plan vor mit schönen Frisuren, schönen Fussball zu spielen und locker lässig die Punkte beim Tabellen Vize-Schlusslicht Uster abzuholen. Der Sache war man sich ziemlich sicher. Auch Coach Lucien Golay ersetzte auf seinem Nachttisch die Pressing & Konter Broschüre mit dem Bildband für Hacke-Spitze eins zwei drei. Einmal Fussball-Gala bitteschön die Devise. Doch ich, Hans Nötig, der Fussball-Weise, spürte schon früh negative Strömungen. So gab es in der Kabine statt einer Teamsitzung ein kurzes Poker-Cash Turnier, die Aufstellung gab der Coach im Sitzen bekannt und Beglinger machte sich auf dem Camping-Gaskocher noch seelenruhig ein Spiegelei. Ein bisschen gar locker vom Fussball-Hocker. Als dann noch Maja Brunner als Überraschungsgast auftauchte und für Hüter Messerli ein Überraschungs-Lied sang, war die Grenze des guten Geschmacks deutlich überschritten. Statt einlaufen gabs Yoga. Statt Isostar schlürfte man Champagner. Wie sollte das gut gehen? Kam es nicht. Zusammenfassung der ersten 35 Minuten: Meilen war gedanklich und vor allem kollektiv noch im heimischen Badezimmer und kraulte sich gähnend den Bauch. Konsequenz: Ein alles andere als angsteinflössendes Uster führte 2:0. Nach langer Zeit war es wieder einmal zum Staubsauger melchen. Wer jetzt dachte Meilen kehrt mit der Wut im Bauch ins Spiel zurück sah sich geirrt. Mit der Intensität eines Streichelzoos für herzschwache Hamster stemmte man sich gegen das drohende Unheil. Durch das Band eine bedenklich schwache Leistung. Klar war da auch der Platz. Ein Kunstrasen wie zu Tells Zeiten. Dazu ein Gegner, der schon nach zwanzig Minuten in jeder Situation Zeitspiel betrieb. Garniert, so zusagen der Gipfel, ein gegnerischer Coach, der seinen Soldaten dazu anstachelte auf die Knochen zu gehen. In diesem rauen Milieu konnte keiner der Virtuosen das Heft in die Hand nehmen und sich entfalten. Es hätte nicht viel gebraucht. Den dieses Uster war auch eher aus dem Hobelbank-Bereich gemessen am Potenzial der Goldküstenmaradonas. Dann war Pause. Selten war es so ruhig. Mucksmäuschenstill. Konsterniert fand man im Plenum den Konsens absolute Kacke gespielt zu haben. So war der neue Plan besser zu spielen und die Punkte doch noch zu holen. In einer ersten Fallstudie sah das dann gar nicht schlecht aus. Kohler, Abazi und Overbeck kamen zu ersten Chancen. Die Auswertung aber kläglicher als das Abschneiden der Ski-Nationalmannschaft der Bahamas an olympischen Spielen. Mental ging nun langsam was kaputt und die Gastgeber spielten sich für ihre technisch limitierten Voraussetzungen in einen Vollrausch. Daraus resultierte die nächste Konsequenz das 3:0. Das Spiel war jetzt offener. Meilen spielte nicht mehr grottenschlecht, nur noch schlecht, das reichte aber schon um offensiv ein paar Farbtupfer zu setzen. Doch Kohlers 3:1 fiel zu spät, zehn Minuten vor Schluss. Der Glaube an das Unmögliche war schon früher gebrochen. Am Ende liess man sich gar noch abschlachten. Drei Gegentore in den letzten fünf Minuten. Meilen schwenkte die weisse Fahne, aber nur auf halbmast. So wurde der grösste Sieg für die Vereinsgeschichte von Uster Tatsache. Meilen muss sich an die eigene Nase fassen, Uster hat das Spiel nicht gewonnen. Meilen hat Uster den roten Teppich ausgerollt. Das nennt man wohl geistige Erschöpfung nach permanenten Höhenflügen. Team-Mentalist Mike Shiva wird sich noch intensiv mit dieser Niederlage befassen. Doch das ist halt so wenn man vom Champions-League Highlight der vergangenen Wochen in den biederen Liga-Alltag zurückkehrt. Die Konzentration leidet. Nach einer kalten Zwangs-Dusche waren die erhitzen Gemüter auch wieder beruhigt. Die eigene Unfähigkeit an diesem Sonntag trübt aber nicht über die alles in allem sensationelle Vorrunde der Goldküstenmaradonas. Die Aufsteiger feiern Weihnachten und Neujahr auf dem dritten Tabellenrang. Wer hatte das gedacht? Bis auf Sepp Brändli niemand. Nun wechseln die Goldküstenmaradonas in die Halle, damit ihre filigrane Technik nicht wegfriert über den Winter. Bis es dann im Frühling wieder heisst, Spiel, Sport und Spass mit dem FC Meilen 3. Da es niemanden interessiert noch schnell zu meiner Person. Mein Hauptaugenmerk in diesem Winter ist das Kerzen ziehen. Daneben hab ich noch ein anderes Projekt. Da ich pro Schriftzeichen bezahlt werde (Danke Frau Hodel, bitte kleine, unnummerierte Scheine), realisiere ich über den Winter ein Projekt für den Dorfkern in Meilen. Ein Stadion für die Goldküstenmaradonas. Das Stade de Nötig. Jetzt müssen nur noch die passionierten Lesebrief-Schreiber auf meine Seite gebracht werden. Dank Mjekus guten Beziehungen zur SVP konnten schon erste zusätzliche Investoren an Land gezogen werden. Bulat Tschagajew gehört nicht dazu, er bekommt aber eine führende Stelle im Sektor Geldwäsche und einen geheizten Sitz im Verwaltungsrat. Hans Nötig
4. Liga
SR: Köbi Lieb
FC Uster – FC Meilen 6:1 (2:0)
Tore: 17. 1:0, 35. 2:0, 59. 3:0, 79. Kohler 3:1, 86. 88. 90. 6:1
Meilen: M. Messerli, Komatzki (69. D. Sudakow), Overbeck (83. Samiezadeh), Ch. Messerli, Senn (60. Orifa), Saxer, Kohler, Costantini (82. Beglinger), Beglinger (46. Cordes), P. Serna, Abazi
Bemerkungen: Meilen ohne Forro (Weihnachtsbaum schmücken), Bächler (Facebook gehackt), Marinkovic (Kandidatur als neuer Wetten dass-Moderator), Mjeku (Gespräche mit Stadioninvestoren), M. Serna (Traut sich vor lauter Groupies nicht mehr aus dem Haus), Büttikofer (Fussballschuhe gegen zwei Dosen Bier getauscht), Paulo Jorge Da Silva Rodrigues (Mindesttemperatur unterschritten), Alimi (Show-Jass Veranstaltung in Süd-Korea), Ritz (Aufführung im Musical König der Primarschüler) und V. Sudakow (Knie im Wodka)

Die unendliche Geschichte
Meilen im Herbst 2011. Eine Tochtergesellschaft des FC Meilen manipuliert weiter munter die Fussballgeschichte. Die dritte Mannschaft, im Fach-Jargon und unter echten Experten liebevoll die Goldküstenmaradonas genannt, erkämpft sich mit dem 2:2 gegen Liga-Krösus Dübendorf einen weiteren goldenen Punkt. Neo-Abwehrgott Christian Messerli netzte in der 93. Minute zum viel umjubelten Ausgleich ein.
Nach dem Jahrhundert-Sieg am letzten Wochenende in Mönchaltorf und einer grenzenlosen Euphorie im Dorf stand mit Dübendorf gleich der nächste Hochkaräter auf der Matte. Die Gault-Millau Bibel stuft die Industriestädter noch einen halben Stern höher ein als die Alternativköche aus Mönchaltorf. Zudem plagten die Fussballweltverbesserer die Verletzungshexe. Beglinger ersetzte in der ungewohnten Rolle als Rechtsverteidiger den verletzten Vitali Sudakow. Zudem bediente sich Coach Lucien Golay aufgrund von weiteren Absenzen einmal mehr in der Hall of Fame des FC Meilen. Mit Costantini, Boppart und wieder Feurer stand ein Who is Who der gehobenen Bandenhobel & Fingermalkunst auf dem Platz. Vorne kehrte Alimi nach dem operativen Entfernen seiner Krampfadern wieder in die Startelf zurück. Gleich nach Spielbeginn versuchten die Gäste dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Dübendorf legte seine Ambitionen früh auf das Parkett. Spielstark und angriffslustig. Mitten drin, man glaubt es kaum, Lewis Hamilton führte in Dübendorfs Mittelfeld Regie und war ein stetiger Unruheherd. Christian Messerli kümmerte sich rührend aufopferungsvoll um diesen Silberpfeil. Die Schwarzgelben hielten auch sonst dagegen und standen kompakt in der eigenen Hälfte. Taktikcoach und Chefscout Sepp Trütsch hatte die Mannschaft hervorragend eingestellt. Trotzdem musste Meilens Hütter Messerli schon früh den Kahn auspacken und ein Bildband für mirakulöse Grosstaten herausgeben. Vorne war es Kohler, der sieben verschiedene Garnituren von BVB-Bettwäsche besitzt, der agil wie immer Löcher in die Verteidigung reisen konnte und für stetige Panik sorgte. So auch in Spielminute 15. Nach einer abgewürgten Bogenlampe von Beglinger kam der Ball, nachdem er den Mars berührt hatte, von oben vor das Tor geflogen. Dübendorfs Schlussmann griff daneben wie Griechenland an der Börse und Kohler brauchte nur noch seine nichtvorhandenen Goldlocken hinzuhalten und zur Führung einzunicken. Dübendorf wirkte geschockt und Meilens Akteure wuchsen zwischenzeitig zwischen 2-3 Zentimeter über die eigene Körpergrösse. Aussenback Komatzki verlangte sogar kurzzeitig grösseres Schuhwerk. Dübendorf wirkte kurze Zeit geschockt. Meilen cool bis aufreizend lässig. Alimi besass gar die Möglichkeit zum zweiten Streich, sein Schuss ging aber knapp neben dem Gehäuse vorbei. Nun fanden die Favoriten aus Dübendorf besseren Tritt. Der Druck wurde erhöht, doch Meilen war defensiv präsent wie Asylunterkunft-Diskussionen im Dorf. Doch irgendwann hiess es Wiederstand zwecklos. Zehn Minuten vor der Pause nach einem schnell vorgetragenen Konter kam die Dübi-Elf zum sicherlich nicht unverdienten Ausgleich. Dies bedeutete gleichzeitig Pausenstand. Die Senioren Costantini, Boppart und Feurer wurden waagerecht für 15 Minuten ins Sauerstoffzelt geschoben und danach mit einer Ovomaltine verköstigt und schon hiess es rein in Durchgang Zwei. Bei Meilen kam Mönchaltorf-Killer und Tierschützer aus Leidenschaft Abazi ins Spiel. Ein dumpfes Raunen ging durch den Block der Gäste. Nach der Pause sollte Meilen seine beste Phase haben. Immer wieder gefällige Angriffe aus dem High-Speed Bereich der zukunftsorientierten Fussballkunst. Leider blieb das Netz aber leer. In einer durchaus schnellen und attraktiven Partie waren es aber auch immer wieder die Gastgeber die den offensiven Taktstock schwungvoll betätigten. Schliesslich aber war es Meilens Abwehrpatron Feurer, der das nächste Tor erzielen konnte. Mit dem kleinen Makel das er seinen Jahrhundertkopfball ins eigene Netz versenkte. Es war zum Granulat fressen. Meilen stand angezählt in der Ecke. Noch 13 Minuten und viel bereits verpuffte Kraft, doch die Goldküstenmaradonas, die sturen bis zum Schluss Kämpfer, warfen die Flinte noch nicht ins Korn. So kam es zum letzten stehenden Ball in der 93. Minute. Eigentor Schönschütze Feurer packte noch einmal den Zauberstab aus, brachte eine weite Flanke tief in des Gegners Strafraum. Dort stieg Hüter Messerli, der alles oder nichts für diesen letzten Ball nach vorne gestürmt war, am höchsten und verlängerte mit seinem Scheitel den Ball genau auf den Fuss seines Abwehrchefs und nicht zuletzt Bruders Christian, der den Ball in Goalgetter-Manier über die Linie drückte. Samba do Meilen à la Brechstange. 2:2 in der Nachspielzeit. Jetzt brachen alle Dämme. Die Aufsteiger aus Meilen, auch schon medial in die Plauschfussball-Schublade abgeschoben worden, sind ganz oben mittendrin statt nur dabei. Dübendorf 20, Mönchaltorf 19 und dahinter Meilen mit 18 Punkten. Schöne Moment. Nächsten Sonntag auswärts in Uster gilt es die jetzt schon perfekte Vorrunde in absoluter Perfektion abzuschliessen. Dann wäre man bei den Nominationen des Oscars in der Kategorie bestes Make-Up sicherlich ganz oben mit dabei. Das gäbe ein absolut freudiges Christbaum abfackeln. Hans Nötig
4. Liga
SR: Kurt Felix
FC Meilen 1c – FC Dübendorf 2 2:2 (1:1)
Tore: 15. Kohler 1:0, 36. 1:1, 77. 1:2 Eigentor, 93. Ch. Messerli 2:2
Meilen: Messerli, Beglinger, Feurer, Ch. Messerli, Komatzki (54. Orifa), Saxer, Boppart, P. Serna (46. Abazi), G. Costantini, Kohler, Alimi (61. M. Serna)
Bemerkungen: Meilen ohne Overbeck (Anti- Agressions Training), Forro (Probetraining Traktor Bäretswil) Bächler (Felgen-Politur Lehrgang), Senn (Migrationshintergrund vorgetäuscht), Marinkovic(Rücktrittsgedanken), Mjeku (Wahlschlappe am verdauen), V. Sudakow (Jahreshauptversammlung der russischen Föderation für kontrolliertes Wodka vernichten), Büttikofer (Jährliches Treffen des ehemaligen Lüthi & Blanc Fanclubs), Paulo Jorge Da Silva Rodrigues (Der Gerät ist vor dem Chef im Geschäft), Cordes (Im Massagestuhl eingeklemmt), Ritz (Repräsentative Verpflichtungen für den Kinderhort Obermeilen), D. Sudakow (Bärenjagd mit Wladimir Putin) und Meyer (Illegale Hamster-Kämpfe Sizilien)
![]()
Leader Metzgete
Die Metzgete, jeweils zur Herbstzeit, hat Tradition. Es gibt sie, seit der Mensch sesshaft geworden ist und sich die Tierhaltung zu Nutzen gemacht hat. „Bäumig, da machen wir mit!“ dachten sich die Goldküstenmaradonas. Weil Aussenback Komatzki den Teigwaren-Veganern angehört, entschied man sich für die fleischlose Punkte-Metzgete. 2:1 Sieg beim Leader in Mönchaltorf. Unverschämt effizient. Der Fussballgott trägt schwarzgelb.
Wäre Fussball logisch, hätten die schwarzgelben Himmelstürmer der FC Meilen 3 Filiale die Reise nach Mönchaltorf gar nicht erst antreten müssen. Zu sehr David, zu sehr Goliath auf dem Papier. Doch Fussball ist nicht logisch. Deshalb besonnen sich die Ballzauberer unter der Woche im Training auf andere Werte. Die Ballerinas wurden auf die Seite gelegt und die Stahlkappen Schuhe im Bob der Baumeister-Design wurden montiert. Psychologisch ganz hohes Niveau was Team-Mentalist Rainer Harnecker da aufs Parkett gezaubert hatte. So total bildlich mit Emotionen. Jeder wusste, ohne 100% kämpferischen Einsatz und handwerklichem Geschick würde man in Mönchaltorf höchstens einen Satz warme Ohren zum Nulltarif bekommen. An der Personalfront fehlte Topskorer Alimi, die personifizierte Lebensversicherung mit Mitteilungsdrang. Coach Lucien Golay entschied sich für ein leicht modifiziertes 4-2-3-1-System mit von aussen nach innen verstellbaren Flügelzangen. Jeder Taktik-Freak hätte Walzer im Handstand getanzt. Hinten lief bereits zum zweiten Mal in dieser Saison die Meilener Fussball & Strandbadminton Legende Feurer auf. Ganz viel Routine, mit einem Schuss Schlitzohrigkeit und Organisationstalent. Das Spiel begann. Die orangen Neonstifte aus Mönchaltorf rissen das Spieldiktat sofort an ihre Leiber. Wie erwartet zog schnell ein Sturm auf. Doch Meilen war gedanklich, taktisch und auch spirituell auf dieses Ereignis vorbereitet. An der Mittellinie zog sich der gelbschwarze Abwehrverbund zu und versuchte die Räume eng zu machen. Das gelang ziemlich gut. Mönchaltorf spielte mit Druck, aber ohne Präzision und fiel doch mal ein Angriff aus dem Abwehrnetz der gelbschwarzen Spiderman-Imitatoren, rettet hinten Publikumsliebling und Hexer Martin Messerli, zweimal auch in absoluter Extremnis. Mönchis Starstürmer und Alpen-Adonis Fabian Real hatte einen schweren Stand. Logisch das sein Schwiegervater in Spe, Erich Forster, lieber Stimmen zählen ging. Vorne war das Motto bei Meilen. Wenig, aber dann richtig viel. Abazi, der ganz vorne Alimi ersetzte, war als Einzelkämpfer unterwegs. Er lauerte auf seine Chance. Und das Lauern würde sich bald lohnen. Nach einem schnellen Zuspiel in die Spitze von Feurer hiess es Vorhang auf für den Zirkus-Abazi: Nach einer Ballannahme Marke Traum aller Fussball-Liebhaber vernaschte der „Lionel von Meilen“ auf der Fläche einer Sonderbriefmarke drei Gegenspieler ehe er die Kugel flach und eiskalt im Gehäuse der Gäste versteckte. Meilen führte völlig gegen den Spielverlauf mit 1:0. Mönchaltorf blieb weiter spielbestimmend mit enorm viel Ballbesitz, doch Meilen lief Defensiv immer mehr im Kürbereich. Ganz grosses Abwehrschlachtkino. Umso ärgerlicher dann die Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Nach einer hohen Flanke und einstimmiger Uneinigkeit in Meilens Hintermannschaft gelang den Gastgebern der lang ersehnte Ausgleich. Nach einem Kurz-Seminar für schnelles Verdauen von Gegentreffer ging es rein in Halbzeit zwei. Am Spielgeschehen änderte sich nicht viel. Mönchaltorf war weiter spielbestimmend, doch Meilen erledigte in den defensiven Zonen einen sehr guten Job. Es mischte sich bald ein Hauch Verzweiflung in die Offensivaktionen der Gastgeber, was Meilens Konteransprüche in die Höhe schnellen liess. So war Christian Kohler, intern nur noch Kagawa gerufen, der einmal mehr zu einem Kubilay-Gedenk Sprint ansetzte und allen davonzog und nur noch mit einem Foul gestoppt werden konnte. Zur Freude von Meilen im Strafraum. Penalty. Glasklar und unumstritten. Abazi, der König vom Bosporus übernahm die Verantwortung. Und wie er sie übernahm. Er hämmerte das Spielgerät in das linke Lattenkreuz. Meilen, der Aussenseiter mit gefühlten 30% Ballbesitz führte plötzlich mit 2:1. Die nicht mitgereisten Fans zeigten ihre Freude mit einem imaginären Pyro-Weitwurf Wettbewerb. Zu jeder Zeit friedlich. Marco Cortesi war sprachlos ab dieser Friedfertigkeit. Doch zu diesem Zeitpunkt warteten weitere 25 Minuten Abwehrschlacht im höheren Hubraumbereich. Doch Meilen stellte sich dieser Aufgabe bravurös. Das Defensiv-Reduit wurde aufgebaut. Mönchaltorf suchte nun bei jeder Aktion den Penalty, unterstützt von regeltechnisch unwissender Salami-Prominenz auf der Tribüne. Doch Schiedsrichter Scheich Relax behielt zu jeder Zeit die Übersicht. Trotz spärlicher Abnutzung seiner Sohlen. Nun war die Reihe an Meilens Hüter Messerli. Ihm fehlte wohl irgendwie die Würze? Minute 88. Noch zwei Minuten und was macht dieser crazy Dude? Er holzt in einer Mischung von Kung-Fu für Fortgeschrittene und Unterwasser-Karate den Angreifer von seinen Stelzen. Glasklar das Verdikt. Penalty zwei Minuten vor Schluss. Doch Messerli wollte vermutlich nur Zeit schinden. Was viele nicht wissen: Messerli hat sich unter der Woche in der Bibliothek den neuen Langenscheidt für Penaltys ausgeliehen. Innert zwei Stunden verschlungen. Resultat: Auch diesen Elfmeter las der begeisterte Handschuhträger mit Bravour. Den Nachschuss parierte er als Zugabe und teilte sich dann in einer Mischung eines Marktschreiers und eines euphorisierten Beni Thurnheer mit. Auch schauspielerisch eine durchaus bühnenreife Leistung. Seine Quote: 3 von 4 Penaltys in dieser Saison gehalten. Potzblitz. Das wars. Meilen entführt in einer einzigartigen Punkteraub-Aktion drei Zähler aus Mönchaltorf. Zeigt man nächsten Sonntag gegen Liga-Krösus Dübendorf defensiv ein ähnlich grosses Kino, liegen auch dort Punkte in der Luft. Vebrennti Zeine! Hans Nötig
4. Liga
SR: Scheich Relax
FC Mönchaltorf 1 – FC Meilen 1c 1:2 (1:1)
Tore: 19. Abazi 0:1, 45. 1:1, 65. Abazi (Foulpenalty) 1:2
Meilen: M. Messerli, V. Sudakow, Feurer, Ch. Messerli, Komatzki, Saxer, Beglinger (78. Senn), P. Serna (73. M. Serna), Overbeck, Kohler, Abazi
Bemerkungen: Meilen ohne Forro (we are the 99 percent) Bächler (Welt-Delfin Tag), Marinkovic (Kandidatur als Staatspräsident Lybien), Mjeku (Stimmenverzählen im Auftrag der SVP), Orifa (Weibliche Intuition), Büttikofer (Zwischenprüfung im Tanzschuhe binden), Paulo Jorge Da Silva Rodrigues (Der Gerät wird nie müde), Cordes (Maroni-Verkäufer auf der Tribüne), Alimi (Treffen Rosamunde Pilcher-Fanclub), Ritz (Vorweihnachtliches Guetzli backen, Primarschule Obermeilen), D. Sudakow (Einsatz bei Heussers Trabanten), Samiezadeh (Straf-Sandwich streichen bei Sigrid) und Meyer (Casting als Erwachsenenfilm-Synchronsprecher), dann noch in eigener Sache: Danke Giordana für deine warmen Zeilen! Hans Nötig hat Tango getanzt
![]()
Privatgrund Allmend
Nach der ersten Niederlage am vergangenen Wochenende in Stäfa reagieren die Lederfussball-Artisten des FC Meilen 3 mit dem nächsten Ausrufezeichen. 1:1 gegen das Fanionteam des FC Fehraltorf. Nicht schlecht Herr Specht. Mit einem halben Kilo mehr Glück oder adäquater Regelauslegung wäre sogar der Sieg in der Waagschale gelegen.
Hatte sich da Bayern München auf der Allmend verlaufen? Platzbesichtigung, Masseur, Trainer, Coach, Zeugwart und zwei blonde Mentaltrainerinnen. Das Fanionteam des FC Fehraltorf überlässt nichts dem Zufall. Meilens Hüter Messerli schlürfte noch im Tenue legere an einem Espresso als die Gäste schon zum ersten Warm-Up auf den Platz marschierten. Fehraltorf war gleichzeitig der Auftakt zu den Gigantenwochen. Danach folgen mit Mönchaltorf und Dübendorf zwei weitere Gegner aus dem höheren Wirtschaftskreisen. Bei den Gelbschwarzen erstmals im Aufgebot Marco Boppart. Der Sportchef des FC Meilen tauschte seinen edlen Zwirn gegen das Fussballtrikot. Die Gastgeber haben sich mit Eile und Weile und einer defensiven Grundkurs unter der Woche auf den Gegner vorbereitet. Sogar Hüter Messerli absolvierte am Mittwoch sein gefühlt zweites Training der Saison. Das nennt man Einstellung. Aber genug Vorgeplänkel. Die Wahrheit liegt auf dem Granulat. Das Spiel begann. Beide Teams schlugen ein hohes Tempo an. Ein Klassenunterschied? Fehlanzeige. Die Goldküstenmaradonas sprudelten vor Spielfreude und waren in den Zweikämpfen präsent wie SVP Wahlplakate an Strassenrändern. Mutig nach vorne. Die Belohnung liess nur fünf Minuten auf sich warten. Kohler erkämpfte sich in seinem Territorium am linken Flügel die Kugel. Nach einem Kubilay Türkyilmaz Gedenksprint schnippelte er das Spielgerät über den gegenteilig grossen Hüter der Gäste. Gänsehautfeeling auf der Allmend. Kohler for Bohlen skandierten die Fans. Eine heftige Reaktion der Gäste liess aber weiter auf sich warten. Meilen spielte hinten in Halbzeit 1 nahe an der perfekten Partie. Hinten vom dänischen Kopfball-Monster Overbeck und Zweikämpfer aus Leidenschaft Christian Messerli organisiert, auf den Aussenbahnen von dem agilen Komatzki und Duracell-Häschen Vitali Sudakow unterstützt. Grosses Abwehrkino. Davor spielte Boppart in Zusammenarbeit mit Saxer den perfekten Doppelstaubsauger mit grossartiger Saugkraft. Die Gastgeber hatten die Partie im Griff. Vorne hatte der angeschlagen in Spiel gegangene Alimi einen schweren Stand. Während Fehraltorf gar keine Torraumszenen hatte, waren Meilens Versuche auch aus dem zögerlichen Bereich. Einmal Alimi mit einem Heber und einmal Boppart mit einem Distanzschuss hätten noch am ehesten für Tormusik sorgen können. Danach war Pause und die mitgereisten Fehraltorf Green-Keepers stellten konsterniert fest, dass die Goldküstenmaradonas auf Kunstrasen spielen. Gleich nach Wiederanpfiff war es wieder der schnelle Kohler der am Flügel seinem Gegenspieler ein Champions-League Tunnel schob und alleine aufs Tor zog. Weil er sich im Kopf schon mit der allfälligen Jubelpose beschäftigte, war der Schuss zu wenig präzis. Danach erlebte die Spielorganisation der fahrenden Ballkünstler eine leichte Baisse. Gleich im Doppelpack musste Hüter Messerli Schüsse entschärfen. Er machte das gewohnt im Stil eines ganz Grossens seiner Zunft. Es folgte die verhängnisvolle 60. Minute. Eckball Fehraltorf. Wie schon gegen Stäfa war man einen kurzen Moment in der „ich rede auch mit Bäumen“-Phase, patzerte im Stellungsspiel und kassierte den alles anderen als logischen Ausgleich. Nun war Feraltorf spielstärker, sicherer in den Kombinationen und Meilen spürte den imaginären Benefiz-Marathon von Freitag Abend. Doch mit Konter-Aktivitäten schielte Meilen auf den Lucky-Punch. So war es erneut Kohler, der allen davonrannte und alleine aufs Tor zog. Was nun folgt ist für Kinder unter 16 Jahren nicht erlaubt zu lesen. Mit einer Mischung aus Bruce-Lee und Jörg Abderhalden stoppte der Gäste-Hüter Kohler unsanft. Ein Foul aus der Rubrik „Die 10 klarsten Penalties in der Fussballgeschichte“. Schiedsrichter Capelli Bella sah es differenzierter. Im entscheidenden Moment hatte er Haare im Gesicht. Eine plausiblere Erklärung für diesen Nichtpfiff gibt es nicht. Mit der Wut im Bauch kam Meilen am Ende noch zu einer dreifachen Chance. Overbeck, Serna und zuletzt Beglinger scheiterten in der gleichen Szene am glänzend reagierenden Gästehüter. Es wollte nicht sein. Meilen verdient sich mit einer vor allem in der ersten Halbzeit vorzüglichen Leistung einen mehr als verdienten Punkt. Am Ende schien das Team enttäuscht. Die Aufsteiger wollten den Sieg. Nächste Woche reist man als David zu Leader und Goliath Mönchaltorf. Doch Überraschungen sind grundsätzlich nie ausgeschlossen. Ich schwör. Hans Nötig
4. Liga
SR: Valentino Capelli Bella
FC Meilen 1c – FC Fehraltorf 1a 1:1 (1:0)
Tore: 5. Kohler 1:0, 60. Holzbein 1:1
Meilen: M. Messerli, V. Sudakow, Ch. Messerli, Overbeck, Komatzki, Boppart, Saxer, Beglinger, P. Serna, Kohler (72. M. Serna), Alimi (78. Forro)
Bemerkungen: Meilen ohne Abazi (Neuverfilmung Hangover in Lugano), Bächler (Aufführung mit dem Chor für Brot), Marinkovic (Bus verpasst), Mjeku (Ausserparteilicher Besuch einer Gallerie mit Silvia Blocher), Meyer (auf der Tribüne mit Gina-Lisa Lohfink), Senn (Zapfenstreich überzogen), Orifa (Trainings-Allergie), D. Sudakow (Komatzkis Berater zahlt die besseren Provisionen) Büttikofer (Neuorientierung zum halbprofessionellen Nachtschwärmer), Paulo Jorge Da Silva Rodrigues (Abgestorbene Nocken), Cordes (Mähdresch-Messe in Hamburg), Ritz (Doppelhalter Workshop) und Samiezadeh (Sandburg eingestürzt)
![]()
Das Gegenteil von Sieg
Bewusstseinserweiterung für die Goldküstenmaradonas: Nach einem goldenen Spätsommer folgt pünktlich auf den unnötigen Winteranfang die erste Saisonniederlage für die Aufsteiger. 4:2 im Derby. Ausgerechnet in Stäfa. Meilen nicht froh auf dem Frohberg.
Nach dem die Konfirmanden um Pater Ottmar am Freitag erbärmlich gescheitert waren, lastete der Druck einer traurigen Fussballnation auf den Schultern der Weltfussballverbesserer der FC Meilen 3 Ball-Virtuosen. Neben dem Sion-Theater, der Hooligan-Medienhetze und eben dem Schiffbruch in Wales erwartete ein ganzes Land positive Schlagzeile. Alimis Internet-Blog brach unter den Millionen von Anfragen am Samstag zusammen. Er versprach der Nation den Sieg. Die Nation freute sich. Die Mannschaft war gut vorbereitet. Voll parat. Weil der ältere, aber tiefere Messerli und Abwehrturm Cordes fehlten, griff Coach Lucien Golay in die Hall of Fame-Kiste und bot den italienischen fast Baresi Gio „Ibra von Lecce“ Costantini auf. Das Spiel begann auf dem wohl kleinsten Kunstrase, der je gebaut wurde. Ein frisiertes Schachbrett mit zwei Spielerbänken. Mehr nicht. Granulat? Fehlanzeige. Das schwarzgelbe Ballett ist sich da aus dem Heim-Stadion besseres gewohnt. Diese verwöhnten Mami-Tittis. Egal. Von Beginn weg entwickelte sich eine schnelle Partie auf einem noch schnelleren Untergrund. Alles andere als Eckfahnen-Zielschiessen. Die erste Möglichkeit hatte Alimi, der trotz Mittelohrentzündung auf dem Platz stand. Herzlichen Dank dem Erfinder von Ponstan (keine Schleichwerbung!). Danach servierte auch Stäfa offensives Potenzial. Nach einem Lattenknaller half vier Minuten später auch keine Latte mehr. Stäfas Führung nicht unverdient. Meilen beklagte zu diesem Zeitpunkt das Out von Chef-Staubsauger Saxer. Seinem Schmerzmittel-Lieferanten gewährt an dieser Stelle ausdrücklich kein Dank. Danish Dynamite Overbeck kam ins Spiel. Zu keinem Zeitpunkt wirkte Meilen konsterniert. Vor allem Krippen-Leiter Alimi stemmte sich jetzt gegen den Rückstand. Zuerst knapp daneben, dann wenige Zeigerumdrehungen später im Stile eines ganz Grossen Kranzschwingers den Penalty provoziert. Doch der Fussballgott war wohl auch an der Suuser-Chilbi. Dieser senile Josef. Alimi, der in seiner ganzen Karriere (Start 1997 bei 1. FC Hinter-Bümpliz), noch nie einen Penalty verschossen hatte, verschoss eben diesen. Es ging nur vier Minuten und das Tele-Züri Auto war vor Ort um diesen denkwürdigen und nie für möglich gehaltenen Moment zu dokumentieren. Doch Alimi wäre nicht Alimi würde er dann neun Minuten später seinen Fehlschuss wieder gut machen. Nach einem Yves Quentin-Gedenkfehler in Stäfas Hintermannschaft markierte Alimis Aussenrist in Créme-Schnitten Manier den jetzt verdienten Ausgleich. Doping für die Haare. Pause. Meilen ging mit Euphorie in Halbzeit zwei. Plötzlich gewann man die Zweikämpfe. Pflückte die hohen Bälle und marschierte vorwärts. Alles war gut. Bis auf das Stellungsspiel bei einem Eckball, am zweiten Pfosten stand plötzlich ein Gastgeber sträflich frei und markierte gegen den Spielverlauf die Führung von Stäfa. Meilen wollte wieder reagieren. Doch etwas kopf- und planlos die Offensivbemühungen. Mit em Grind durd Wand. Konsequenz: Konter Stäfa. Zack Bum. 3:1 für die Gastgeber. Meilen entblösste nun die Abwehr, man wähnte sich an einem FKK-Treffen. Meilen agierte. Alimi, immer wieder der Teufelskerl mit der Mittelohrentzündung sorgte für Unruhe. Schliesslich war Overbeck mit einem wuchtigen Kopfball, nach einer Traumflanke von Marc Serna, der Meilen noch einmal zurück ins Spiel katapultierte. Jetzt hiess es der Preis ist heiss. Meilen drückte. Gefühlte 29 Stürmer beschworen den Ausgleich. Daraus wurde aber nichts mehr.
Leider würdigte der Schiedsrichter Beglingers Jahrhundert-Tackling nicht, sondern bestrafte es völlig unberechtigt mit einem Foul-Penalty. Messerli hatte Mühe mit der feuchten Aussprache des Schützen, konnte den Penalty nicht verstehen, tauchte in die falsche Ecke. Stäfa gewann ein fussballerisch hochstehendes Derby mit viel Kampf und 4:2 Toren. Die Serie von Meilen ist beendet. Endlich können die Serna-Brüder im Dorf ohne weibliche Hysterie ihre spanischen Haferflocken einkaufen. Ich bleibe, trotz Niederlage, nah dran. Hans Nötig
4. Liga
SR: Mad Max
FC Stäfa 2 – FC Meilen 1c 4:2 (1:1)
Tore: 14. 1:0, 41. Alimi 1:1, 50. 2:1, 58. 3:1, 83. Overbeck 3:2, 90. Foulpenalty 4:2
Meilen: M. Messerli, V. Sudakow, G. Costantini, Senn, D. Sudakow (72. Komatzki), Saxer (16. Overbeck), Abazi (75. Forro), P. Serna, Beglinger, Kohler (67. M. Serna), Alimi
Bemerkungen: Meilen ohne Samiezadeh (geheizte Ersatzbank), Bächler (Wall-Street Demo Paradeplatz), Marinkovic (Lieber nackt als im Pelz), Mjeku (Schiedsrichter am SVP-Jass Sonntag), Orifa (Praktikum bei Alice Schwarzer), Büttikofer (Zaun-Fahnen Waschtag), Paulo Jorge Da Silva Rodrigues (Mitten in der Unterschrift die Tinte ausgegangen), Cordes (la cortadora de césped que faltaba en la línea) Ch. Messerli (Vollversammlung der Trachtengruppe Urania), Ritz (Chef Degustateur Goofen Suuser) und Meyer (40 Tönner über die Füsse gefahren), Pyro-Weitwurf Show-Event in der Pause mit Lachs Glarner, Tormonster Zulbeari leistete seinen ehemaligen Kameraden geistigen Beistand (Danke!)
![]()
Champagner Frühstück
Die Aufstiegsgötter der ballverliebten FC Meilen 3 Filiale zeigen sich weiter spitz wie Nachbars Lumpi. Ungeschlagenheit gewahrt. 2:0 Heimsieg über Pfäffikon. 13 Punkte aus 5 Spielen die sagenhafte Bilanz. Stoff aus dem Legenden und Rollkragenpullover gestrickt sind.
Zu einem guten Champagner Frühstück gehören edle Zutaten. Diese besorgte sich Coach Lucien Golay einen Tag vor dem Spiel beim Edel-Metzger Baumann aus Feldmeilen. Weil die erste Mannschaft spielfrei war, stand das ehemalige Tormonster und Filetstück Zulbeari und Pferdelunge Iten, dem wohl grössten Rohdiamanten in Meilen, im Kader der Goldküstenmaradonas. Zwei Gourmet Häppchen der gehobenen Cervelat-Prominenz. Dabei leistete sich der Coach den Luxus diese zwei offensiven Nuklear-Waffen in der ersten Halbzeit auf der Bank zu lassen. Cumulus-Punkte gab es auch keine. Der hat ja Nerven. Mit breiter Brust gingen die schwarzgelben Lederartisten in die Partie. Es entwickelte sich eine schnelle Partie ohne Salz in der Suppe. Torszenen fehlten auf beiden Seiten, wobei Meilen in Sachen Ballbesitz und Frisuren eine Bootslänge voraus war. Alimi, der sympathische Telefonjasser aus Feldmeilen, näherte sich mit einem ersten Abschluss dem Tor der Gäste. Abazi kurze Zeit später mit der nächsten Duftmarke. Hinten war die Meilen-Firewall nach dem neusten Update erneut dicht. Vollkommen dicht. Senn und Christian Messer, flankiert von dem russischen Gebrüderpaar Sudakow imitierten ein Abwehrverbund der besten Armee der Welt. Ueli Maurer wäre stolz, hätte er nur annähernd solches Personal zur Verfügung. Ganz hinten war Martin „die Null muss stehen“ Messerli der gewohnte Rückhalt und Lautsprecher. Vorne wartete man noch auf den Beginn der Sturm- und Drangphase. Die Offensivabteilung genoss das schöne Altweiber-Sommer Wetter. Schliesslich war es eine Standartsituation, die den eingebauten Tor-Knopf lösen sollte. Nach einem Traum-Corner von Patric Serna stieg Abwehrchef Messerli aufs Dach der Welt und nickte die Kugel in Senderos-Manier in die Maschen. Die wichtige Führung war Realität. In der Folge hatte Meilen das Spiel im Griff. Das Ballstafetten-Training auf der Xbox zahlt sich immer mehr aus. Eine weitere Stärke der Goldküsten Maradonas sind die psychologisch wichtigen Momente. So war es 30 Sekunden vor der Pause Alimi, der nach einem schnell ausgeführten Eckball den Gästehüter tunnelte. Marc, der Jüngere aber transferwertmässig höher eingestufte der Serna-Brothers brauchte die freiliegende Kugel nur noch über die Linie zu drücken. 2:0. Pause. Standing Ovation der zahlreich erschienenen Schlachtenbummler. Fredy Saxer hisste spontan seine neu erworbene Zaunfahne und skandierte das Meilen-Lied. Nach einer Bündner-Platte und einer Runde ABC-Teespiel ging es in die zweite Halbzeit. Es kam zum fliegenden Wechsel: Zulbeari, Iten und Overbeck kamen ins Spiel, während Abazi, Beglinger und Marc Serna deren Platz an der Autogrammstunde übernahmen. Dabei sollen sich die vor allem jungen weiblichen Fans Serna das Shirt regelrecht vom Leibe gerissen haben. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Schwarzgelb war weiter Dirigent der Veranstaltung. Die Zügel jederzeit im Griff und immer ein Lächeln auf der Lippe. Zulbeari braucht auch nicht lange für sein erstes Tor, das dann aber ziemlich strittig mit einer Offside-Einsprache des Schiedsrichters aberkannt wurde. Iten, der Mann mit einer Sprint-Kadenz einer frisierten Nähmaschine, drückte auf seiner Seite den Kunstrassen platt. Im Abschluss fehlte im das Quäntchen Glück. Und Overbeck bewies nach einem samstäglichen Oktoberfest Besuch, dass vier Mass wie Doping wirken können. Einziger Kritikpunkt waren drei klare Konterchancen mit Überzahlsituationen aus denen die Ballvirtuosen keinen Profit hatten schlagen können. Die Gegner aus Pfäffikon verzeichneten noch einen Aluminium-Treffer. Danach hiess es für die Oberländer: Ausser Spesen nichts gewesen. Souverän bis anzüglich sexy brachten die Weltfussball-Verbesserer die Führung über die Zeit. Einmal mehr grösster Kanu-Sport aus der Bezirkshauptstadt. Nächstes Wochenende kommt es zum einzigen Seederby der Saison. Meilen zu Gast in Kebab-City. Wird das Sieges-Periodika in Stäfa weitergeführt? Das wäre richtig scharf. Hans Nötig
4. Liga
SR: Bill Clinton
FC Meilen 1c – FC Pfäffikon 2b 2:0 (2:0)
Tore: 25. Ch. Messerli 1:0, 45. M. Serna 2:0
Meilen: M. Messerli, V. Sudakow, Senn, Ch. Messerli, D. Sudakow (59. Komatzki), Saxer (83. Beglinger), Abazi (46. Iten), Beglinger (46. Overbeck), P. Serna (59. Forro), M. Serna (46. Zulbeari), Alimi
Bemerkungen: Meilen ohne Bächler (Monopoly Sonntag mit UBS Privat Banking), Marinkovic (Nachholtermin Velo-Prüfung), Mjeku (SVP Standaktion mit Christoph Blocher), Orifa (Brot im Fondue verloren), Büttikofer (Eigene Transfersumme im Ausgang veräussert), Paulo Jorge Da Silva Rodrigues (Endzündete Schienbeinschoner), Cordes (Estamos aqui para used hermano), Meyer (Fachmesse für unerforschte Kamasutra-Stellungen), Ritz (Streetworker Uetikon am See), Kohler (Erhöhter Testosteronspiegel) und Samiezadeh (Volontariat bei Mike Shiva)

Alles Banane M3
Welcome to the jungle: Langsam wird die Serie unheimlich wie Madonna ungeschminkt. Die Lederfussballkönige aller Halbkugeln gewinnen auswärts gegen Racing in effizienter Art und Manier. Alimi mit dem einzigen Treffer der Partie avancierte zum offiziellen Pepsi-Light Matchwinner. Der Star ist und bleibt die Mannschaft. Eine grosse Mannschaft. Vier Spiele, zehn Punkte. Leader. Zirkus, nur besser.
Meilen plagten schon unter der Woche Personalsorgen: Beglingers Ferienmanager griff einmal mehr daneben und buchte Erlebnisferien in Grönland und das während der Meisterschaft. Kaiser Franz tobte. Flügelrakete Kohler hatte sich beim Frühstück beim Versuch ein Drei Minuten Ei zu köpfen eine Zerrung an den Stimmbändern zugezogen. Auch er fehlte. Ebenso Christian Messerli und Leih-Spieler Costantini. Letzterer konnte seine Hochzeit leider im letzten Moment nicht mehr verschieben. Daher griff Lucien Golay in seine erweiterte Trickkiste. Mit All-Star Feurer, einer Meilener-Fussball Legende (mit einem unerklärlichen Abstecher nach Blocher-Town) bildete mit dem wieder nüchternen Cordes die Innenverteidigung. Das Spiel begann und schnell entwickelte sich auf dem viel zu hohen Rasen ein Kampfspiel mit Shopping-TV Charakter. Meilen trat erstmals als weisses Ballet auf. Die Gebrüder Serna wähnten sich der Kluft wegen im Beranbéu. Die Gastgeber hatten vorerst mehr Spielanteile. Doch Meilen lief praktisch nie in Gefahr defensiv gefordert zu werden. Feurer und Cordes harmonierten wie Max & Moritz. Auf den defensiven Aussenbahnen zeigten die russischen Gebrüder Sudakow eine vorzügliche Leistung. Putin hätte Tango getanzt. Nach einer halben Stunde. Nach der gewohnten Aufwachphase kam Meilens Offensiv-Maschinerie in Gang. Bei der Boxengasse schien man Racing zu überholen. Alimi setzte eine erste Duftmarke und scheiterte an Racings Hüter Lüftiger nur knapp. Danach zog plötzlich Abazi alleine aufs Racing Tor und scheiterte ebenfalls. Aber endlich gab Meilen dem Spiel Torraumszenen. Hinten war man dicht. Völlig dicht. In der tiefsten Nachspielzeit der ersten Halbzeit dann ein Patric Serna Zuckerpass mit absoluter Bernabéu-Berechtigung fand Alimi. Dieser tat was Torjäger am liebsten tun und netzte ein. Davor umkurvte er Lüftiger in Ronaldiniho für Fortgeschrittene Manier. Wer A sagt muss auch limi sagen. Saisontreffer 6 in Spiel 4 für die Lebensversicherung im Team der Fussball-Ästhetik Züchter. Danach war sofort Pause. Gibt es einen psychologisch schöneren Moment um in Führung zu gehen. Gibt es nicht. „Minute 48, eini vo eus“. Meilen verdiente sich die Führung mit einer sehr guten Moral und einer defensiven Meisterleistung à point. Nach dem Seitenwechsel und einem neuen Getriebe war Racing plötzlich noch engagierter. Aber auch dann noch war Meilens Hintermannschaft zu keinem Zeitpunkt im Sturmwarn-Modus. Alles Palletti bei Feurer & Co. Zweimal scheiterte Racings-Ersatzwagen an Eigenversagen. Zweimal rettete der fast schon unterbeschäftigte Messerli mit Bestnoten. Sonst nix los. Vorne eröffnete sich hier und dort noch eine kleine Kontermöglichkeit. Doch auf beiden Seiten fehlte auch die Präzision. Meilens Mittelfeld mit einer spielerisch starken Offensive um dem dänischen Wunderknaben Overbeck und Serna, auch „el cerebro con la emocion pelota“ genannt, zollten dem hohen Tempo und einer vorzüglichen Leistung Tribut. Dahinter war Saxer der erhoffte Puncher mit einem Wert von 92,5 % gewonnen Zweikämpfen. Der Wechsel in die Mittelschwergewichtsklasse scheint sich auszuzahlen. Praktisch mit dem Schlusspfiff hatte Abazi viel Pech. Sein Schuss von hinter der Mittellinie überraschte den permanent zu weit vor seinem Tor stehenden Lüftiger. Der Aufsetzer streifte um Haaresbreite über das Tor. Danach war Schluss. Meilen 1c. Ready geboren. Eine weitere Woche die Nummer 1 im Dorf. Die Hasen der Kenianer mit langem Atem. Ich glaub mich knutscht ein Honig-Nilpferd. Hans Nötig
4. Liga, Looren Witikon
SR: El Cid
Racing Club Zürich 2 – FC Meilen 1c 0:1 (0:1)
Tore: 45. Alimi 0:1
Meilen: M. Messerli, V. Sudakow, Cordes, Feurer, D. Sudakow, Saxer, M. Serna, P. Serna, Overbeck, Abazi (76. Komatzki), Alimi
Bemerkungen: Meilen ohne Beglinger (Schlauchbootferien in Grönland), Bächler (klimatisierte VIP-Zone), Meyer (Knutschfleck im Wadenbereich), Forro (Kamasutra und Badewanne-Unfall), Marinkovic (Praktikum als Sonntags-Blick Verkäufer ), Mjeku (SVP Mitgliedertagung Bern), Orifa (Trainingsrückstand garniert Loch im Rock ), Büttikofer (Treffen Alt-Grenadier Bataillons Cuba Libré), Paulo Jorge Da Silva Rodrigues (Verstaubte Kniescheiben mit Linksdrall), Ch. Messerli (Weindegustation bei den Russen, Welschland), Senn (Sandkorn zählen Miami Beach), Ritz (Letzte Rate an der Bellvue-Party zweckentfremdet), Kohler (Frühstück-Umfall) und Samiezadeh (Parkuhr nachgestellt)
Gut gebrüllt Meilen (ad Interim) 1a
Nächstes Husarenstück der Zweckgemeinschaft für gehobene Ballkunst am rechten Zürichsee Ufer: 3:1 Heimsieg gegen die Reserven des FC Witikon. Der Aufsteiger orientiert sich in der Tabelle Richtung Champions-League Qualifikationsplätze. Dabei spielte man eigentlich nur eine Halbzeit Fussball. Im ersten Durchgang war es vor allem eine Kurt Aeschbacher Trash-Talk Spezialsendung.
Weil Abwehrrecke Cordes es vorzog ungarische Spirituosen-Buden das Lager wegzurationalisieren, griff man in die Trickkiste und verpflichtete das ehemalige Jahrhundert Talent und heutige Lebensversicherung der Senioren Giovanni Costantini, genannt Ibra von Lecce. Die Gäste erwischten eindeutig den flockigeren Start. Die Goldküsten-Maradonas spielten minim Fussball und diskutierten maximal über praktisch jeden Pass. Gesprächsleiter und Teilzeit-Prediger Alimi führte durch hitzige Diskussionen. Leider litt dabei die Fussball-Kultur. Fast schon nebensächlich die Führung für die Gäste in Minute 18, als doppelt soviele Rote zu Gast in Messerlis Garten die Kugel eiskalt im Netz versteckten. Ebenfalls ärgerlich der verletzungsbedingte Ausfall von Kohler. Aufgrund einer Ottfried-Fischer Blutgrätsche der Sonderedition musste der Flügelflitzer das Handtuch werfen. Nach einer halben Stunde dann die sportliche Wende. Alimis Mikrofon ging der Akku aus und die bilateralen Gespräche wurden für zu Ende erklärt. Meilen spielte jetzt tatsächlich Fussball. Praktisch mit dem Pausenpfiff der Lohn für die Besinnung zur tatsächlichen Daseinsberechtigung als Virtuosen am Ball. Im Slot war Alimi zur Stelle und beförderte das Leder zum Ausgleich in die Maschen. Er hatte sie alle todgeredet. In der Pause wurde der Teamgeist neu eingeseift und entschieden die Talk-Show auf nach das Spiel zu verschieben. Rein in Durchgang zwei. Meilen kam jetzt deutlich besser in die Partie. Zum Teil ganz grosser Pferde-Dressur-Sport was die Einheimischen auf den Kunstrasen zauberten. Nach einer Andy Möller-Gedenk Schwalbe oder einem klaren Foul, je aus Sichtweise, hiess es nach 75 Minuten Strafstoss für Witikon. Meilen war konsterniert. Ausser Meilens Hüter Martin Messerli, auch genannt die Katze aka Flying Schüll oder eben der Penaltykiller konnte sich ein kurzes Strahlen nicht verkneifen. Er liest für seine Leben gern Penalties. Kurzer Blick auf den Schützen. Alles klar. In die richtige Ecke. Ball halten. Et voilà. Messerli hält den Strafstoss und hält Meilen im Spiel. Das wäre wohl der Todesstoss gewesen. Die Glanztat brachte seinen Vorderleuten wieder Vertrauen für konstruktives Fussballhandwerk. Angeführt vom dänischen Franz Beckenbauer, Martin Overbeck betrieb Meilen ein nun besseres Pressing. Witikon schien die Puste auszugehen. Deren Abwehrchef Hess studierte eifrig in einer Sauerstoff-Zelt Broschüre. So kam es wie es kommen musste: Nach einer Bogenlampe nahm Overbeck volles Risiko an der Strafraumgrenze und schoss das Leder direkt aus der Luft. Sein Roland Koeman Gedenk-Hammer wurde von Serna Junior Dos Santos Marc noch leicht abgefälscht. Entscheidend abgefälscht. 2:1 für Meilen. 12 Minuten noch auf der Uhr. Grosser Sport und zeitlich gut eingeplant diese Chef-Entfesselungskünstler. Witikon warf nun Mann und Maus nach vorne und Meilen zeigte einen eindrücklichen Kurzfilm über Konter-Kunst. Alimi schliesslich, wieder auf Vorarbeit von Dänisch-Dynamite Overbeck, vollendete das 3:1 Kunstwerk. Wieder zwei Tore für Alimi, den Gesprächsleiter mit Torinstinkt. Nächste und wichtige drei Punkte zum primären Ziel den Klassenerhalt in den ersten sechs Spielen zu schaffen. Das sekundäre Ziel im Jahr 2018 in der Super League zu spielen behält man natürlich weiter im Zielfernrohr. Who the fuck is Zürich United? Stellt man sich jetzt noch vor diese Mannschaft spielt zwei Halbzeiten tatsächlich Fussball, dann erweitert sich der Horizont für weitere Grosstaten so rasant wie die Gletscher schmelzen. Das Kollektiv ist der grösste Trumpf. Gestandene Legionäre gemischt mit jungen Fussball-Enthusiasten der neuen Generation. Da wächst ein Stück Fussballgeschichte. Aber 100% Bio. Ebenfalls vom Tisch ist der Abgang von Coach Golay und Alimi (als Mediensprecher) zu Xamax. „Bulat Tschagajew kann noch lange mit den gefälschten Hunderten wedeln, hier in Meilen bin ich Torjäger und Mediensprecher, das Finanzielle stimmt ebenfalls, ich bleibe hier, für immer!“ so Alimi im Teleclub Interview kurz nach der Partie. Damit setzen sich die Goldküsten Maradonas eine weitere Woche die Krone des besten Teams im Dorf auf. Weiter hart arbeiten ist die Devise. Nächstes Wochenende folgt ein schwerer Auswärts-Ritt bei den vom guten Start euphorisierten Reserven vom Racing Club Zürich. Bleibt zu hoffen die Gelbschwarzen Fussballweltverbesserer packen gegen Racing den Ferrari aus. Hans Nötig
4. Liga, Allmend, Meilen
SR: Andrej Medwedew
FC Meilen 1c – FC Witikon 2 3:1 (1:1)
Tore: 18. 0:1, 45. Alimi 1:1, 78. M. Serna 2:1, 85. Alimi 3:1
Meilen: M. Messerli, V. Sudakow, G. Costantini, Ch. Messerli, D.Sudakow, Saxer, Kohler (31. Overbeck), Beglinger (78. Forro), P. Serna, M. Serna, Alimi (86. Samiezadeh)
Bemerkungen: Meilen ohne Bächler (zu viel Pausentee konsumiert), Meyer (Liebe macht blind), Marinkovic (Freiwilliger Parkplatz Einweiser Chilbi Erlenbach), Mjeku (Privatchauffeurdienste nach Griechenland mit S. Bonadei), Orifa (Tribüne mit Frau Buchbinder ), Büttikofer (Erweiterte Coaching Zone), Paulo Jorge Da Silva Rodrigues (Eingeklemmter Shisha-Nerv), Abazi (Ausflug der Gruppe pflichtbewusster Abstinenzler Adliswil nach Budapest), Senn (Praktikum bei Duff-Beer Springfield), Ritz (Investor gefunden, IBAN Nummer bekommen), Cordes (Ausflug der nicht pflichtbewussten Feldmeiler nach Budapest) und Komatzki (Goldene Hochzeit der ungarischen Teigwaren-Lieferanten, ebenfalls Budapest)
![]()
Hinwil, Punkt und zurück
Nach dem 7:3 Startsieg über Wetzikon und einer XL-Packung Euphorie unter der Woche erkämpfen sich die Goldküsten Maradonas in Hinwil den nächsten Punkt. 0:0 in einer alles anderen als langweiligen Partie. Die Aufstiegs-Ritter sind in Liga 4 angekommen.
Es war keine einfache Woche. Neben dem Rauschen im Pressewald, der Euphorie im Dorf, war auch das Wetter nicht Freund der Ballvirtuosen mit dem Faible für rauschenden Fussball. Am Mittwoch wurde das Training nach 40 Minuten abgebrochen. Die Pyro-Show am Himmel war zu gewaltig. Team-Metrologe Jörg Kachelmann (mit Lause Mädchen) jagte Team uns Staff vom Platz. Professionell auf der ganzen Linie. Am Freitag weilte das gesamte Team an der GV. 40 Minuten Training für Hinwil Auswärts? Andy Egli höhnte über die Hinterpfupfigen Nachrichten „Ohne Training holen die höchsten einen warmen Händedruck“. An der Personalfront fehlte mit Abazi der Flügelgott, seine Verletzung aus dem Startspiel stellte sich als doppelte gemoppelten Drehverschluss Überzieher der Mittelachsen-Stollen heraus, das MRI am Montag bei Teamarzt Stefan Frank soll dann endgültig Aufschluss über die Schwere geben. Das Spiel begann und es war von der ersten Minute klar, dass dieses Hinwil alles andere als aus dem Kegel & Dart Bereich ist. Gut organisiert und bis auf die Haarspitzen motiviert starteten die Oberländer in die Partie. Meilen hielt aber dagegen wie Hildebrand dem Euro. Es war eine sehr gute Partie. Weniger gut war Schiedsrichter Klloun. Er hatte definitiv nicht seinen besten Tag. Er zog die gelben Karten wie John Wayne seinen Colt. 8 (in Worten acht) gelbe Karten kassierte die Gelbschwarzen während der gesamten Partie. Notabene diese Mannschaft, die in der vergangenen Saison aus den Händen von Nelson Mandela den Weltfriedens-Nobelpreis erhielt. Die Bilder von Beglinger und seinen sieben Ponys ging um die Welt. Absolut Friedfertig. Jedes stöhnen, Hände verwerfen und nachfragen wurde mit gelb bestraft. Die gelbe Karte hatte gegen Ende der Partie durch erhöhten Gebrauch die Farbechtheit verloren, sie vergilbte. Wenigstens benachteiligte er beide Equipen im gleichen Masse. Dazwischen sah man zwei technisch starke Mannschaften, wobei Hinwil wuchtiger agierte. Meilen aber schlau. Hinten die perfekte Partie. Vorne eher im Konter-Milieu aktiv. Eine Art Hulk gegen Karate-Kid. Kohler war es, der nach einem Patzer von Gigi Vo Arosa im Tor der Hinwiler, beinahe überraschende Führung für die Gäste hätte erzielen können. Sein Schuss ko(hl)lerte aber hauchdünn am leeren Tor vorbei. Danach Action auf der Gegenseite. Cordes Volleyball-Einlage im eigenen Strafraum führte zum Penalty. Das sah sogar der Schiedsrichter. Die fällige rote Karte zog er aber nicht. Noch besser: Meilens Schlussmann Messerli guckte den fälligen Strafstoss an seinem Tor vorbei. Glück für Meilen. 0:0 zur Pause. Meilens Schnupperkurs in Hinwils Platzhälfte gegen Ende der ersten Halbzeit liess die Hoffnung am Leben. Nach einer farbigen ersten Halbzeit liefen in der Pause schwarzweiss Werbespots über die Videowand. Farbige Übersättigung drohte. Meilen ging jetzt mit mehr Mumm in Halbzeit zwei. Auffällig der Abazi-Ersatz auf dem linken Flügel. Marc, der Jüngere der Serna-Brothers, kam immer besser ins Spiel. Er schoss auch ein Tor. Doch der Unparteiische entschied auf Offside. Umstritten. Zum Glück gibt es keine Zeitlupen. Hinwil war zwar offensiv immer präsent, doch wirklich gefährlich wurde es nur selten. Cordes, Chrigu Messerli und auch später Overbeck mimten eine wunderbare Alain Geiger und Dominique Herr Gedenk-Innenverteidigung. Ein Bollwerk der oberen Tausend. Ganz hinten bewies Martin Messerli wieso er einen Boris-Smiljanic Memorial-Vertrag (bis 2032) unterschreiben durfte. Er war die Katze im Tor, die Wand. Vorne hatte man einen schweren Stand. Trotzdem hätte mit dem nötigen Wettkampf & Zocker Glück noch den Sieg vom Hüssenbüel klauen können. Alimi mit einem Heber aus 40 Metern und einem Freistoss, Marc Serna mit seiner zweiten grossen Chance hätten durchaus noch für Tormusik sorgen können. Doch das wäre dann des Guten zuviel gewesen. Die beiden Trainer lobten an der Pressekonferenz nach dem Spiel das sehr faire Spiel und fragten sich gemeinsam, welches Spiel der Schiedsrichter gepfiffen hatte. Jedes I-Phone App wäre ein geeigneter Spielleiter gewesen. Doch es lebe der Sport. Das gehört dazu. Nicht jammern. Der Plan als fairste Mannschaft im nächsten Jahr direkt an der Euro 2012 teilzunehmen ist nun wohl in die Hosen gegangen. Egal. Mit vier Punkten aus zwei Spielen ist der Start in die neue Liga geglückt. Oder „Dr Gwünner isch där Fuossboll.“ Hans Nötig
4. Liga
Hüssenbüel, Hinwil
SR: Prishet Klloun
FC Hinwil 2 – FC Meilen 1c 0:0 (0:0)
Meilen: M. Messerli, V. Sudakow, Cordes, Ch. Messerli (46. Overbeck), Komatzki (46. D. Sudakow), Saxer, Kohler, Beglinger (82. Schönbi), P. Serna, M. Serna, Alimi
Bemerkungen: Meilen ohne Meyer (Wilde Liebesnacht), Bächler (Immobilien Besichtigung in Lybien ), Marinkovic (Einsatz der musizierenden Landschaftsgärtner), Mjeku (SVP Event mit Paul Accola), Orifa (Parteitag Feministische Partei Die Frauen ), Büttikofer (löste aus Versehen 48-Stunden Karte im Hive), Paulo Jorge Da Silva Rodrigues (Angerissene Schienbeinschoner), Abazi (Schnupperlehre beim türkischen Fussballverband), Senn (Event der anonymen ETH-Pitcher Vernichter), Ritz (Rechtsvorschlag) und Samiezadeh (Nicht zugelassene Schuhbändel)![]()
Bonjour ligue quatre
Im ersten 4.Liga Spiel putzen die Goldküsten-Maradonas die Reserven von Wetzikon mit 7:3 von der Allmend. Die personifizierten Ball-Artisten meistern den wichtigen Auftakt in der neuen Liga mit Bravour. Mann des Spiels war Patric „los huesos de cristal” Serna: Ein Tor und vier Assists für den Zeugen von Mourinho.
Nach dem Aufstieg konnte man praktisch den gesamten Kadern halten. Trotz zahlreichen Angeboten aus der weiten Fussballwelt. Nur Kneschaurek und Zulbeari wechselten in die erste Mannschaft, dort hatten sie sich in kurzer Zeit unersetzbar gemacht. Ebenfalls von Board ging überraschender Weise Aufstiegs Captain Knabenhans. Unter Tränen gab er seinen Abschied bekannt, um seine Ziele noch Nationalspieler von Papua Neuguinea zu werden zu erreichen. Danach tagte die Transferkommission der FC Meilen 3 GmbH. Resultat: Mit Kohler konnte man eine schnittige Offensivwaffe dazugewinnen. Christian Messerli wird das defensive Bollwerk verstärken. Er spielte schon 3. Liga als er noch Pampers getragen hatte. Mit Sieben (Quelle: SI). Zurückgekehrt ist auch Patric Serna, der sich jetzt mit neuem Ärzte-Team (Dr. Stefan Frank & the crazy Hupers.) wieder eine General Renovation hinter sich hat. Zudem wurde Alimi auf seinem Heimat Urlaub auf eine taiwanesische Humus und Süss-Holz Diät gesetzt. Es wirkte. Aber gehen wir rein ins Spiel: Meilen spielte mit dem neuen, patentgeschütztem und ultrageheimen System „Mango-Hunter“. So geheim nicht mal Hüter Messerli kennt das System. Trotzdem ging es los wie die peruanische Feuerwehr: Nach kurzem Abtasten und einer Portion Mittelfeldgeplänkel kam die gelbschwarze Maschenerie ins laufen. Kohler und Alimi sorgten für die 2:0 Führung innert vier Minuten. Beide Tore hypermagristral und perfekt vorbereitet von Patric Serna. Weil alle Meilener Akteure das schöne Tor noch mal auf der Videowand betrachten wollte, vergassen sie weiterzuspielen. Konsequenz: Anschlusstreffer. Doch die Korrektur folgte sieben Minuten später: Patric Serna fand wieder den Champions-League Schalter und servierte dem gut in den freien Raum gelaufenen Abazi. Der Zauberer vom Bosporus vollstreckte eiskalt zum 3:1. Danach krönte Serna seine perfekte Leistung und schoss noch vor der Pause das 4:1 für die Gastgeber. „Ich glaub mich knutscht eine baskische Landmilch Mager Kuh, das war eine Sahne Halbzeit“ so die deutsche Übersetzung zum Pausenflash-Interview mit dem späteren, aber schon da feststehendem Matchwinner Serna. Nach einer Pause im Schatten starteten die Goldküsten-Maradonas denkbar schlecht in Akt zwei. Die Gäste markierten den Anschlusstreffer zum 2:4. Dieser Schwellenbrand wurde aber in kürzester Zeit gelöscht. Gewohnt leise, kraftvoll wie ein Mitsubishi rief Alimi noch zum Tag der offenen Türe in Wetzikons Hintermannschaft aus. Zwei Tore innert zwei Minuten. Alimi, der Stadtfuchs hats noch immer drauf. Drei Tore für den Mann ohne Schnauz. Nach einem weiteren Anschlusstreffer zum 6:3 war es schliesslich Kohler, (Assist Serna) der zum 7:3 einnetzte. Danach kam es zu einer Premiere: Martin Overbeck, der dänische Königs-Transfer der letzten Saison kam zu seinem ersten Einsatz nach langer Verletzungs-Odyssee liess er seine unbestrittene Klasse aufblitzen. Morten Olsen rieb sich auf der Tribüne die Hände. Das war von A bis Z wieder Crème. Cordes und Senn mimten ein sehr gutes Innenverteidiger-Paar während Saxer und Marc Serna dem Matchwinner Patric Serna den Rücken freihielten. Vorne Alimi und von den Seiten Abazi und Kohler sorgten für offensive Farbtupfer und das in HD und zum Nulltarif. Einzige Wehrmutstropfen: Mit Abazi und Hüter Messerli beklagt man zwei Verletzte auf der Haben-Seite. Nach dem Spiel gab es gleich ein Bodenhaftungs-Seminar für Fortgeschrittene. Ob es nützt? „Auf keinen Fall jetzt den Boden unter den Füssen verlieren“ so das Statement von Alimi kurz bevor er sich in einer goldigen Sänfte, begleitete von Weib und Gesang, zur Kabine tragen liess. Meilen 3 goes to Liga 4 Tour. Wir bleiben dran. Hans Nötig
4. Liga
SR: Bello Bello
FC Meilen 1c – FC Wetzikon 2 7:3 (4:1)
Tore für Meilen: 3x Alimi, 2x Kohler, 1x P. Serna, 1x Abazi
Meilen: M. Messerli, V. Sudakow (72. D. Sudakow), Cordes, Senn, Komatzki (72. Meyer), Kohler, M. Serna (72. Overbeck), Saxer, Abazi (78. Ch. Messerli), P. Serna, Alimi (78. Golay)
Bemerkungen: Meilen ohne Bächler (Aktives Paar-Schwangerschaftsturnen unter freiem Himmel), Marinkovic (Vom Bordstein zur Skyline und zurück), Mjeku (Fahrzeiten nicht eingehalten), Orifa (Modenschau der maskulinen Rock-Träger), Büttikofer (Alt Generäle Treff der Schweizer Armee), Paulo Jorge Da Silva Rodrigues (unterdrückte Handynummer seitenverkehrt eingegeben), Beglinger (Weltmeisterschaft im Schifferstein werfen), Forro (imaginäre Transfergespräche in Barcelona), Ritz (Insolvenz) und Samiezadeh (Jährliche Tagung des Vereins für den Schutz der roten Ameise), Sehr gute Schiedsrichter-Leistung, blauer Himmel
![]()
Saison-Derniére für die Aufstiegs-Götter
Seit dem 15. Mai stehen die Goldküstenmaradonas als Aufsteiger fest. Souverän, überlegen. Im grössten Kino gespielt diese diplomierten Ballbeschwörer. Meilen steht seit diesem 15. Mai Kopf. Nichts geht mehr. Teenie-Idol Ritz geht nur noch mit angeklebtem Schnauzbart aus dem Haus um unerkannt zu bleiben. Die letzte, unbedeutende Partie in Bassedorf war nur noch eine Randnotiz. Ein Abenteuer war es aber auf jeden Fall.
Weil diverse Meilen 3 Ballkünstler im Saisonendspurt in den beiden 3. Liga Equipen gebraucht werden, kam es in der dritten Mannschaft zu argen Personalengpässen. Not macht aber erfinderisch. Mit Starschiedsrichter Christian Messerli reaktivierte man ein fast schon vergessen gegangenes Talent. Dazu Routinier Claudio Piscitelli auf Leihbasis von der zweiten Mannschaft. Sogar Zürichs Disco-König und Trainings-Abstinenzler Bütikofer bekam ein Aufgebot. Garniert werden sollen hätte diese hochexplosive Mischung mit vier jungen Nachwuchshoffnungen der B-Junioren. Doch die heutige Jugend hat einfach keine Manieren mehr: So erschien nur Jung-Hüter Spiess zur Besammlung. Die restlichen drei Trabanten spürten offensichtlich noch den übermässigen Rimus-Konsum von der Aufstiegsfeier der B-Junioren am Abend zuvor. So machte sich ein dezimierter Auto-Tross auf den Weg nach Bassersdorf. Das Zeitmanagement war schon suboptimal im Hintertreffen. Erst 15 Minuten vor Matchbeginn war mit Orifa der letzte Spieler vor Ort. Er liess sich ein Pferde-Weg Navigationssystem andrehen und erforschte dadurch Wälder und fand den Platz erst später. Nun waren beide Mannschaften vor Ort. Doch der Schiedsrichter fehlte. Gianpedro Fuchs lag noch zu Hause in Schlieren im Bett. Nach einem kurzen Kongress mit Wachmeister Hess (Coach Bassersdorf) entschied man den Match trotzdem zu beginnen. Meilen Coach Golay mimte den Unparteiischen. So war er mittendrin statt nur dabei. Sein neues taktisches Grundgerüst konnte er so aus der Zentrale beobachten. Was er sah gefiel ihm. Nach 20 Minuten war es Fussballgott Meyer, der einem Piscitelli Eckball nicht mehr ausweichen konnte und die Gäste in Führung brachte. Beim achtfachen Flickflack-Torjubel holte er sich eine Bauchnabelverkrümmung. Das Aus. Bütikofer stellte seinen Cuba-Libre in den Schatten und kam als Joker in die Partie. Bassersdorf wurde in der Folge stärker. Noch stärker war Meilens Nachwuchshoffnung Spiess im Tor. Er hexte wie der grosse Johnny Leoni in den besten Zeiten. Kurz vor der Pause war aber für einmal auch er machtlos. Bassersdorf realisierte den Ausgleich. Inzwischen war auch Gianpedro Fuchs eingetroffen. Unter seiner Spielleitung veränderten sich die Kräfteverhältnisse in der zweiten Halbzeit klar zu Gunsten der Gastgeber. Bei Meilen machte sich der Substanzverlust durch erhöhten bis übermässigen Feieraktivitäten bemerkbar. So war es der eingewechselte Hess, der den Ball zum 2:1 für Bassersdorf in den Maschen verstecken konnte. Meilen konnte nicht mehr reagieren. Nur einmal wurde es gan