Matchberichte 3. Mannschaft
Die Derby-Checker
Nach einer im Vergleich zur Kranz-Vorrunde bisher harzig bis skischuhmässig verlaufenden Rückrunde setzen die gelbschwarze Eckfahnen-Golfer endlich wieder mal ein verbindliches Ausrufezeichen. 3:1 im Seederby gegen die Reserven aus Stäfa. Festung verteidigt, Meilen bleibt zu Hause ungeschlagen.
Die angespannte Personalsituation der vergangenen Woche wurde vom Bundesamt für Fussballkultur im Bereich Meilen von rot auf sanft-orange gestellt. Kapitän Kohler, Trickser Abazi und Abwehrhaudegen Messerli waren zurück im Kader. Ebenfalls Feurer, der die Abwehr zum ersten Mal in reinem Basel-Dialekt organisieren wollte. Zudem leistete die juristische Abteilung um Star-Anwalt und Hobby-Bio-Botaniker Boppart unter der Woche vorzügliche Arbeit. So war Sturmtank und Reiseführer Alimi dank einem Rekurs beim internationalen Sportgerichtshof (auf Tipp aus dem Wallis) und der daraus resultierenden aufschiebenden Wirkung spielberechtigt. Trotz seiner (Witz komm raus) roten Karte aus der Schlacht bei Sempach. Die Seebuben waren gewillt die unbefleckte Festung Allmend mit bedingungslosem Wiederstand zu verteidigen. Nichts wurde dem Zufall überlassen: So wurde der Platz kurz vor dem Spiel noch genässt und das mit rotem Edelwein aus dem Château Lafite-Rothschild. Begleitet von Oeschs den Dritten aus der Musikanlage von Grill-Chef Werni Bless ging es Richtung Platz. Der Adrenalinspiegel erreichte den ersten Höhenpunkt. Doch bereits in der dritten Spielminute war der Masterplan erstmals diskussionswürdig geworden. Feurer sprach breites Basel-Dialekt, der Rest verstand nur Bahnhof. Stäfa sagte artig Danke und führte bevor das Spiel richtig begonnen hatte mit 1:0. Der Fehlstart war da, unaufgefordert und tendenziell nicht eingeplant. Zur Steigerung des Bruttosozialprodukts wurden nun in die Hände gespuckt. Meilen nahm das Spiel auf die Werkbank und liess Stäfa offensiv nur noch beschränkten Zugang. Die Gastgeber imitierten ein teilweise Pressing und überraschten mit einem sicheren Tanz mit dem Ball. Das ging dann so: Kohler steil und mit viel Kunst auf Alimi, dieser mit Kunst und auch punktuell Körpereinsatz, garniert mit einem Trick macht Ausgleich. Meilen hatten den Fehlstart korrigiert. Es spielte nur noch eine Mannschaft. Kohler schaffte das Kunststück drei Riesenchancen zur Führung liegen zu lassen. Alimi schoss solidarisch auch daneben. Ebenfalls solidarisch erklärte man sich nach zwanzig Minuten in Stäfas Hintermannschaft. Das zu Gunsten von Meilen und dann noch in einem Derby. So landete einen Christian Messerli Bogenlampe via Abwehrkopf Stäfa im Tor Stäfa. Für einmal wurden die Slapstick-Einlagen den Gegnern überlassen und das war gut so. Mit der viel zu knappen Führung ging es in die Pause. Aus aktuellem Anlass gab es dann anstatt Tee eine Torbesichtigung vor Ort. Alimi kaufte sich am Kiosk spontan noch eine Tor-Panorama Karte. Die zweite Halbzeit begann und weiter war es Meilen, dass Werbung für schönen und schnellen, ökologisch vertretbaren Fussball machte. Zur Feier des Tages packte dann nach 50 Minuten Saxer den Traumpass aus und schickte die schnellste Maus von Mexico Kohler auf die Reise. Dieser umkurvte Stäfas verbliebenen Slalomstangen und schoss eiskalt zum längst fälligen 3:1 ein. Nach drei dicken und vergebenen Chancen sah man Kohler die Erleichterung in HD über die Backen blitzen. In der Folge fuhr die gelbschwarze Sieg-Verwaltung AG auf und liess die Sekunden verstreichen. Offensiv waren Serna, Kohler und zweimal Alimi nah am vierten Tor. Danach rannten die Gäste mit dem Mut der Verzweiflung an und sorgten noch einmal für Betrieb vor Messerli. Ein Pfostenschuss war aber schon das höchste der Gefühle. Am Schluss gewinnen die Goldküstenmaradonas das Spiel verdient mit 3:1 Toren. Nach vor allem auswärts durchzogenen Leistungen sind diese drei Punkte und die fortgesetzte Ungeschlagenheit zu Hause sicherlich Balsam auf die erfolgsverwöhnten Wunden. In der Tabelle findet man die Bezirkshauptstädter auf dem vierten Rang. Nun folgen die Speckwochen. Mit Fehraltorf, Mönchaltorf (selbsternannt) und Dübendorf stehen drei Partien mit Topspielzuschlag auf dem Terminkalender. Futter für ein heisses Saisonfinish. Die souveränen Aufsteiger wollen den Favoriten-Schreck Modus wieder installieren und bei den Gegnern für hochrote Köpfe sorgen. Das Abstiegsgespenst übrigens wurde schon in der Vorrunde artgerecht im Bündnerland entsorgt. Nun bitte vorzugsweise in der Erfolgspur bleiben liebe Goldküstenmaradonas. Hans Nötig
4. Liga, Allmend Meilen
SR: Steve Serious
FC Meilen 3 – FC Stäfa 2 3:1 (2:1)
Tore: 3. 0:1, 7. Alimi 1:1, 20. Eigentor 2:1, 50. Kohler 3:1
Meilen: M. Messerli, Komatzki (62. Senn), Ch. Messerli, Feurer, M. Serna, Saxer, Beglinger, Kohler, Abazi, P. Serna (57. Overbeck), Alimi
Bemerkungen: Meilen ohne Bächler (Baden in griechischen Ramsch-Aktien), Forro (Schnupperwochenende Chef-Facility Manager Club Privé), Cordes (Generalversammlung der besitzlosen Katalanen), Marinkovic (Tag der offenen Sonderschulen), D. Sudakow (Veranstaltung „Ich bremse auch für Kaviar“), Casanova (Saunabesuch mit John T.), Orifa (Unterstützung Panter-Jagd Solothurn), Mjeku (SVP-Burnout) und Ritz (Kampfrichter an den U14 Schweizer Meisterschaft Gummi-Twist)

Erneut nur Holz-Klasse
Torimpotenz in fortgeschrittenem Stadium: Die Goldküsten Maradona-Spezialauswahl bringt das Tabellenschlusslicht aus Pfäffikon nicht auf den Rücken. Ein mageres 2:2 stand am Schluss auf der Menu-Karte. Die Chancenauswertung bleibt die ungeliebte Cousine der eigentlich sonst eher Fussball-Artisten.
Die aktuelle Kadersituation der Fussballgötter mit den gelbschwarzen Waden wurde von der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) unter der Woche auf die unterste Stufe gesetzt. Meilen hoch drei geht am Stock. Die Verletztenliste addiert mit den Gesperrten und Abwesenden ergibt fast das Kader. Daher war man auf fremde Hilfe angewiesen. Da stand beispielsweise von der ersten Mannschaft Zulbeari, seines Zeichens Tormonster aus vergangenen Meilen 3 Höhenflügen auf der Matte. Darüber war man froh, fehlten doch mit Kohler, Alimi und Abazi die offensive Seele oder für die Statistik-Freaks gerecht ausgedrückt 78% aller bisherigen Tore. Daneben bediente sich Lucien Golay bei der spielfreien zweiten Mannschaft. Henseler, Bonadei, Dändliker und Friedli wurden nach einem ausgiebigen Casting unter der Woche für fähig berufen die offensiven Orgien der Goldküsten-Maradonas massgerecht zu unterstützen. Meilen kam in Pfäffikon an. Leider zeigte sich aber der Platzwart solidarisch mit den französischen Fluglotsen und schnitt den Rasen nicht. Die Gäste zogen kurzeitig auch den Einsatz von Buschmessern in Betracht. Trotz der zusammengewürfelten Startaufstellung übernahm Meilen ab der ersten Minute das Spieldiktat. Der Ball lief sauber und ohne grosse Verspätungen in den eigenen Reihen. Auch bald hatte es Fleisch am Knochen. Nach einem Saxer-Steilpass und einer Henseler-Flanke traf Friedli nur die Torumrandung. Meilen imitierte ein Powerplay: Zulbeari, wieder Friedli und Bonadei schnupperten weiter an der Führung. Und dann? Dann ging Pfäffikon mit dem ersten Schuss in Führung. Meilens Schlussmann Messerli schrieb nach seiner Monsterleistung am vergangenen Wochenende wohl noch innerlich Autogramme und brachte die Hände nicht mehr hoch, weil er den Filzstift der interessierten Landjugend nicht sofort auf den Deckel brachte. Also bildlich gesprochen. Egal. Meilen war bis dahin zu dominant aufgetreten. Es trat in der Folge auch weiter. Der nächste Eintrag im Sündenregister folgte. Bonadei wurstelte sich gekonnt durch ehe er dann den Ball in Roberto Baggio WM 1994-Manier in die Wolken schoss. Ein anfliegender Deltasegler konnte zum Glück noch geschickt ausweichen. Die Chancenauswertung war insgesamt peinlich wie Germanys Next Topmodel. So blieb es bei der gefühlt nicht stattgefundenen Führung der Pfäffiker-Stufenreck & Barren Crew. Meilen vernichtete in der Pause zwei Harassen Zielwasser und ging optimistisch in Durchgang Zwei. Es ging nur zehn Minuten und die Korrektur war da: Nach einem zarten Beglinger Zuckerzuspiel war es Leihstürmer Friedli der mit seinem schwächeren linken Schlappen das Spielgerät unter die Latte zimmerte. Der Ausgleich war Doping für die Haare. Doch der nächste Schock folgte prompt wie unerwartet. Nach einem bösen Tackling blieb der fällige Penaltypfiff des ansonsten sehr guten Schiedsrichters aus. Die einzige Konsequenz war, dass Leih-Tormonster Zulebari nach dieser rüden Attacke das Handtuch werfen musste. Weil die Verantwortlichen der ersten Mannschaft diese Berichte (hoffentlich) nicht lesen lautet die offizielle Verletzungsbegrünung Badezimmer-Unfall. Nur falls sie persönlich Verantwortliche der ersten Mannschaft kennen sollten. Das Spiel ging weiter und Meilen suchte weiter die Führung, vergass aber den roten Faden. Viel Hauruck. Wenig Durchdachtes. Das in der ersten Halbzeit oft praktizierte Flügelspiel wurde in die Ecke gestellt. Auch die Gäste freundeten sich mit dem ungewohnten Spielgerät, dem Ball immer besser an. So konnte Schlussmann Messerli beweisen, dass er ohne Filzstift in der Hand der wohl beste Torhüter der Liga ist. Das Spiel wurde wässrig und die Anzeichen für ein Unentschieden verdichteten sich. Doch nach einer ungarisch-dänischen Co-Produktion durch Komatzki und Overbeck legte man den Gästen die Führung in Minute 85 völlig unnötig aufs silberne Tablett. Pfäffikon profitierte von dieser Slapstick-Einlage in Meilens Hintermannschaft und ging nicht gerade verdient 2:1 in Führung. Meilen schien am bis unter dem Boden. Steht man am Schluss mit leeren Händen da? Nein. Der rechtzeitig erschienene und frisch rasierte Fussballgott bemächtigte sich des Drehbuches und sorgte für einen Penalty in Minute 89. Grosszügigerweise für Meilen. Doch es war nicht einmal ein Geschenk. Meilens Bester, Henseler, wurde ganz klar von den Beinen geholt. Serna der Grosse übernahm die Last des Schützen und verwandelte den Strafstoss souverän zum 2:2. Der Jubel war da, doch die Enttäuschung dieses klare Ding nicht nach Hause geschaukelt zu haben überwog im gelbschwarzen Lager schlussendlich klar. Obwohl beide Gegentore auf individuellen Fehlern in Meilens Hintermannschaft zurückzuführen sind, verdiente sich die goldene Pflaume die Offensivabteilung. Zu viele und klare Torchancen liess man liegen. Das war wie Samstig-Jass am Montag. Meilens Rückrunde gleicht, vor allem auswärts, je länger je mehr einer Fahrt in einer mittelklassigen Geisterbahn für Nockenschuhträger. Doch im Fussball geht es schnell. Mit einem Sieg im Derby gegen Stäfa werden die Granit-Statuen der Goldküsten-Maradonas wieder beim nicht vorhandenen Dorfzentrum aufgestellt. Hans Nötig
4. Liga, Pfäffikon Barzloo
SR: Mad Max
FC Pfäffikon 3 – FC Meilen 3 2:2 (1:0)
Tore: 11. 1:0, 55. Friedli 1:1, 85. 2:1, 89. P. Serna (Foulpenalty) 2:2
Meilen: M. Messerli, Komatzki, Overbeck, Cordes (26. P. Serna), Dändliker, Saxer, Beglinger, Bonadei, Friedli (82. M. Serna), Henseler, Zulbeari (56. Forro)
Bemerkungen: Meilen ohne Bächler (Seminar in chinesischer Faltkunst), Ch. Messerli (Chef Schiedsrichter an der Wet-T-Shirt Schweizer Meisterschaft), Feurer (Basel Dialekt Workshop), Abazi (Eingeklemmter Besiktas-Nerv), Senn (Eingeschlossen in der ETH-Haus Bar), Alimi (Ausflug in die wunderbare Welt der Schiedsricher), Kohler (Meisterfeier der Kegelauswahl Borussia Dortmund), Marinkovic (die neue Freundin von Bligg?), D. Sudakow (Oligarchen-Treffen Zermatt), Casanova (Malen mit Zahlen), Orifa (See-Adler Safari Tobelbach Meilen), Mjeku (Wiederwahlfeierlichkeiten Ch. Blocher) und Ritz (Alt Pfadfindertreffen Käferburg)

Die Heimscheisser
Die Kunstrasen-Heiligen der Goldküste bleiben zu Hause weiter ungeschlagen. 2:2 zeigte die Matchuhr nach 90 sehr unterhaltsamen Minuten gegen den Racing Club Zürich. Am Schluss war es auch ein wenig wie eine gefühlte Niederlage für die Seebuben mit der Faible für brasilianische Spielzüge im Morgengrauen. Der Röntgenblick mit Hans Nötig.
Die Rückrunde ist noch jung und die Goldküsten-Maradonas können gewisse Probleme an der Personalfront nicht leugnen. Neben vielen vor allem geistig Abwesenden, fehlen nun auch noch ein paar physisch Abwesende. So verletzten sich bei den Dreharbeiten zu Pleite Pech und Pannen am vergangenen Wochenende in Witikon mit Abazi und Orifa zwei weitere Puzzelteile aus der fussballerischen Perlenzucht. Mit Simic, Shoshaj und Frei bediente man sich gezwungenermassen im Schlaraffenland der A-Junioren. Zudem kehrte der zuletzt als vermisst gemeldete Alimi und einstiger Schrecken aller Hintermannschaften zurück in die Startformation. Man munkelt der Allmend-Cristiano überschrieb Coach Lucien Golay für diese Nomination sämtliche Cumulus-Punkte für die nächsten zwölf Jahre. Nach Vorgeplänkel und einer falsch gesungenen Nationalhymne ging es direkt rein in die Partie. Bereits nach drei Minuten sah man in der Slow-Motion Meilens Hüter Messerli das erste Mal richtig am durchpusten. Die vorbildlich mit der S-Bahn und damit Co2 neutral angereisten Langzeitstudenten von Racing sorgten mit einem kleinen Startfeuerwerk dafür, dass der lasch eingelaufene Meilener Torhütergott und Schrei-es-raus-Seminar Leiter schnell warm wurde. Er war auf dem Posten wie Lucky Luck zu seinen besten Zeiten. Vorne streute Alimi mit einem imposanten Ausdruckstanz in der norwegischen Holzklasse eine erste offensive Duftmarke in die Partie. Sein sekundär optimal getroffener Ball ging knapp am Gehäuse vorbei. Doch dann hiess es vor allem und immer wieder Messerli gegen alle. So erreichte er die intern die rot-goldene genannte Phase und parierte wie es ein Oliver Kahn nicht gekonnt hätte. Er hexte wie ein ganz grosser seiner Zunft. Flugscheinpflichtig die Reflexe. Das Bundesamt für Luftfahrt wird es am Radar gesehen haben. Danach erhielt die völlig faire und unterhaltsame Partie eine erste, gelinde gesagt äusserst fade Note. Nach einem Dutzend-Rencontre mit Alimi und seinem Gegenspieler, liess Spielleiter Truri Bizele erst zwei Minuten verstreichen ehe er den beiden läufigen Nockenschuhträgern als Quittung die rote Karte präsentierte. Ein Witz, mehr nicht. Der völlig konsternierte Alimi musste danach von einem Care-Team für negative Schiedsrichterströmungen betreut werden. Zehn gegen Zehn hiess die neue Affiche. Der Schiedsrichter hatte die Partie übernommen. Der Schlusspunkt einer ereignisvollen ersten Halbzeit war ein weiterer Spontanausflug in die Gefilde der Torhüterkunst. So kratzte Messerli, bereits in die linke Ecke getaucht mit einem Donghua-Li Gedenk Reflex den Schuss in der andere Ecke. Grösstes Torwartkino. Nach einer fakultativen und vorletzten Ölung in der Pause lief schon Druchgang Zwei. Meilen agierte nun auch offensiv wieder entscheidungsfreudiger. Daraus resultierten des öftern auch stehende Bälle. Eine Stärke der Ball-Virtuosen auf freiwilliger Basis. So zirkelte Joker Forro mit der Kraft der drei Hirschmänner den Eckball pfannenfertig auf Beglinger, der die Kugel ohne falsche Versprechungen ins Netz manövrierte. Diese Eckballvariante sollte man schleunigst patentieren lassen. In China sollen schon Fälschungen im Umlauf sein. Meilen führte. Doch nicht lange. Drei Minuten später glichen die Gäste aus. Beziehungsweise glich der Schiedsrichter aus. Nach einer längst im Toraus gewesenen Flanke erzielten die Gäste den irregulären Ausgleich. Ein Fall für den Optiker. Meilen steckte nicht auf und suchte die Nadel in Form der erneuten Führung im Heuhaufen. Nicht ausser Acht gelassen werden darf die Tatsache, das die Gäste wohl mehr Ballbesitz hatten und auch mehr Torchancen, doch Meilen hatte Messerli und allgemein das grosse Vertrauen in die entscheidenden Momente. Ich bin weder mit Messerli verwandt oder verschwägert, doch was dieser Teufelskerl nun aufs Parkett zauberte war schlichtweg sensationell. Nach einem selbst verschuldeten Elfmeter hielt der den fälligen Strafstoss mit Bravour. Der Chef-Penalty Leser in seinem Element. Von gesamt sieben Penaltys deren fünft entschärft, dieser Angeber. Doch das war noch nicht alles. Nach einer vergebenen Overbeck-Chance war es Jungtalent Shoshaj, der den Abpraller samt Gegenspieler über die Linie drückte. Meilen führe zehn Minuten vor Schluss mit 2:1. Die Fankurve am eskalieren. Positiv mit Seifenblasen und von Mund gemalten Transparenten. Das war schon aus der Kategorie dreist geklaut. Racing machte das Spiel und Meilen erzielte die Führung. Das wäre grobfahrlässige Täuschung von drei Punkten gewesen. Meilen baute die Festung auf, wobei sich am Röstigraben gewisse Löcher aufzeigten, die nicht mehr rechtzeitig geschlossen werden konnte. So war es die drückenden Gäste, die zwei Minuten vor Abpfiff den verdienten Ausgleich erzielten. Meilen fehlten die berühmten fünf Minuten. Trotz akuten Personalsorgen waren es ansprechende bis gute 90 Minuten Rhythmus-Gymnastik der gelbschwarzen Filiale für biologischen Kunstrasenzauber. Natürlich hätte man auch gerne die drei Punkte eingefahren. Doch das wäre wohl insgesamt des Guten zu viel gewesen. Meilen bastelt weiter an der guten Aufstiegssaison. Hans Nötig
4. Liga
SR: Truri Bizele
FC Meilen 3 - Racing Club Zürich 2 2:2 (0:0)
Tore: 63. Beglinger 1:0, 66. 1:1, 85. Shoshaj 2:1, 88. 2:2
Meilen: M. Messerli, M. Serna (68. Senn), Cordes, Feurer, Shoshaj, Saxer, Beglinger, Kohler (46. Overbeck), P. Serna (46. Foro), Simic (79. Frei), Alimi
Bemerkungen: Meilen ohne Ch. Messerli (Auto Antenne in Nase gerammt), Komatzki (Sonntagsseminar der freiwilligen Kommentatoren), Orifa (Kompetenzüberschreitung in der heimischen Küche), Abazi (Überrissene Auflaufprämien-Forderung) Marinkovic (Gefühlschaos), Bächler (Verstopfter Kniescheibenzugang), D. Sudakow (sachdienliche Hinweis über Aufenthaltsort an die nächste Polizeistelle), Casanova (Freier Zugang zu alkoholischen Getränken), Ritz (30. Geburtstag der Schwiegermutter) und Mjeku (Züri-Marathon mit dem Team SVP)

Systemabsturz in Witikon
Die Achterbahnfahrt geht weiter: Nach der Machdemonstration zu Hause gegen Hinwil folgt eine schmerzhafte 5:3 Niederlage bei den Reserven von Witikon. Meilen stand der Pleite einmal mehr selbst Pate. Es war mal wieder ein Ausflug ins halbprofessionelle Kugelgeschiebe. Dazu kam das fehlende Glück und schon war die Kuh vom Eis.
Mit einer Sonderpackung Selbstvertrauen waren die Goldküsten Maradonas in Witikon angereist. Das Selbstvertrauen war aber im Schlummermodus, da die unchristliche Anspielzeit von 10:00 morgens ein Fall für den Konsumentenschützer in Bern ist. Statt einer Teamsitzung gab es in Meilens Kabine ein ausgewogenes Nutella und Speck-Frühstück. Neben der Müdigkeit plagten auch Personalsorgen das gelbschwarze Gemüt. Torjäger Alimi, wie auch Abwehrchef Messerli fehlten. Verstärkungsspieler mit einer Arbeitsbewilligung C waren auf die Schnelle leider nicht erhältlich. Einzig Abwehr-Ikone Feurer konnte überzeugt werden, seinen Beauty und Wellness Aufenthalt in Miami unverzüglich abzubrechen um bei diesem Schlagerspiel dabei zu sein. Trotz den drei Phasen des Lichtweckers sah man sich dazu im Stande die Gastgeber aus Witikon mit einer Portion Fussballkunst einzudämmen. Das Spiel begann und es begann für die Schlafmützen aus Meilen richtig gut. Kurvengott Kohler war schon in der Startviertelstunde zweimal nah an der Führung, leider war sein Killerinstinkt zu diesem Zeitpunkt in der Werkstatt zur Revision. Die Gastgeber brauchten schon eine ungewollte Kopfballflutscher-Vorlage von Meilens Mittelfeld Stratege Saxer um in die Nähe von Meilens Gehäuse zu kommen. Aus Nähe wurde Liebe und mit einem nicht für möglich gehaltenen Lob gingen die Witikoner-Feierabendkicker entgegen des Spielverlaufs mit 1:0 in Führung. Meilen war leicht geschockt mit Anzeichen auf aggressives Dagegenhalten. Nach dem Schock und einem Schnell-Entzug übernahm Meilen wieder den Taktstock. Kohler, Overbeck und Marc Serna aber schlossen den Schnupperkurs in des Gegners Strafraum mit ungenügend ab. Mit der Führung gingen die Gastgeber aus Witikon in die Pause. Mit leichten Korrekturen im Aufstellungs-Relief versuchte Meilens Krippenleiter Lucien Golay die Partie in die richtige Bahnen zu leiten. So kam der auf der Bank schmorrende Trickser und Tornetzsammler Abazi ins Spiel. Meilen ging steiler und geiler in den zweiten Abschnitt. So war es nach einem Zidane Gedenk Zuspiel von Beglinger Serna, der sich sein katalanisches Herz fasste und mit einem strammen Schuss wie Nachbars Lumpi den verdienten Ausgleich erzielte. Nun war Feuer im Grill. Meilen trank wohl in der Halbzeitpause einen Pfefferminz-Stolz Tee. Die Partie schien zu kippen. Es ging nur zwei Minuten und wieder war auf der Seite von Meilen kollektives Arme in die Luft reissen angesagt. Nach einer Traumflanke vom grossen Bruder legte Marc Serna den Ball pfannenfertig für Abazi ab, der die Kugel zur erstmaligen Führung im Witikoner Gehäuse versteckte. Meilen drehte die Partie innert zwei Minuten. Emotional wie 1. August und 1. Mai zusammen. Anstatt weiter hart zu arbeiten und die Entscheidung zu suchen rutschte Meilen ab in den Bereich von planlosem Fussball. Vorne vergab man hochkarätige Chancen und hinten entschloss man sich kurzfristig für einen Tag der offenen Türe. Fünf Minuten nach dem Doppelschlag hiess es 2:2. Meilens Aufbau von Witikon begann. Eine helfende Hand erhielten sie nur Minuten später vom teilweise im Nirwana weilenden Schiedsrichter Cabeza de Pez Ciego. Nachdem Miami-Ankömmling und Abwehrminister Feurer die Kugel in extremnis von der Linie gekratzt hatte, entschied der hinter der Mittellinie (!!!) postierte Spielleiter auf Tor für Witikon. Die Partie hatte ihren ersten Skandal. Weil sich die Wuthöhle in Renovation befand, drufte er sogar das Spiel weiter leiten. Während Coach Golay vor Wut bunte Seifenblasen in die Luft blies, fighteten seine Spieler weiter als gäbe es kein morgen mehr. Es war nun Werbung für den Fussball was die Gelbschwarzen betrieben. Nur die Chancenauswertung schien nie ein Thema zu sein. Kohler, Patric Serna, Abazi und an vorderster Front Overbeck versiebten Chancen im grenzwertigen Bereich. Der Ausgleich lag noch immer in der Luft als Witikon mit einem Doppelschlag gegen eine schamlos entblösste Meilener Hintermannschaft die Machverhältnisse ins richtige Licht rückte. Meilen war am Boden. Nach einem Penaltypfiff in der Nachspielzeit des vom Gewissen geplagten Schiedsrichters kam Meilens noch auf 3:5 heran. Marc Serna verwandelte im Stile eines ganz grossen Schürzenjägers. Genützt hat es nichts mehr. Bis vor kurzem konnten grosse Teile der Mannschaft das Wort Niederlage nicht ohne Lexikon buchstabieren. Nun landet man immer mehr und immer härter auf dem harten Boden der Realität. Besonders ärgerlich dabei zu wissen nicht gegen einen besseren Gegner verloren zu haben sondern über die eigenen Aussetzer gestolpert zu sein. Meilen 3, nichts für schwache Nerven. Die Korrektur soll folgen, sonst werden sie durch den medialen Fleischwolf gepresst. Dafür stehe ich mit meinem Namen. Hans Nötig
4. Liga
SR: Cabeza De Pez Ciego
FC Witikon 2 – FC Meilen 3 5:3 (1:0)
Tore: 14. 1:0, 57. P. Serna 1:1, 59. Abazi 1:2, 63. 2:2, 67. 3:2, 85. 4:2, 89. 5:2, 90. M. Serna (Foulpenalty) 5:3
Meilen: M. Messerli, Komatzki, Cordes (38. Senn), Feurer, Orifa, Beglinger (55. Forro), Saxer, P. Serna, M. Serna, Overbeck (46. Abazi), Kohler
Bemerkungen: Meilen ohne Ch. Messerli (Schiedsrichterkurs mit Schwerpunkt unerlaubte Trinkspiele), Alimi (Leitung Gottesdienst Kloster Einsiedeln), Baresic (Intern gesperrt: Unerlaubter Konsum von Titanic 3D), D. Sudakow (Orthodoxer-Kamasutra Workshop), Bächler (Entzündetes Nippelpiercing), Marinkovic (Sonntagsveranstaltung der Sonderschule für Germanistik), Ritz (Autogrammstunde als amtierender Mister Teenie), Casanova (Wanderausflug Blüemlisalp) und Mjeku (Glaubwürdigkeitsseminar der jungen SVP Schweiz)

Die Antwort
„Goldküsten-Eglis“ schimpfte der Boulevard nach der Rückrundenauftakt-Pleite in Wetzikon. Eine Woche später wieder Phönix mit Nockenschuhen aus der Asche: 6:0 Machtdemonstration auf dem heimischen Kunstrasen gegen die Reserven aus Hinwil. Die Goldküsten-Maradonas gibt es noch. Eine Art fussballerische Rückkehr der Tempelritter. Die Standesaufnahme mit Hans Nötig.
Blenden wir noch einmal kurz zurück auf die Chaos-Woche der Kunstrasen-Götter im ungebundenen Verhältnis. Nach einem Tragik-Gedenk Kick in Wetzikon zum Auftakt kam es unter der Woche noch dicker. Mit dem Ziel in einem internen Testmatch gegen die Senioren kräftig Selbstvertrauen in bleifreiarmen Dosen zu tanken, blamierte man sich bis auf die hautfarbenden Unterhosen. 5:2 Klatsche. Dabei sechs Tore selber gemacht. Leider vier davon praktisch ins eigene Tor. Das war das Schlechteste was je unter dem Label Goldküsten Maradonas gespielt wurde. Coach Lucien Golay reagierte mit eisernem Regime. So zog er die Smartphones seiner Akteure ein und strich Kapitän Kohler den Geigen-Unterricht. Eine kämpferische Trotzreaktion gegen Hinwil war das Ziel. Die Anspannung war spürbar. Das Granulat vibrierte. Meilen agierte ab der ersten Spielminuten sehr konzentriert. Defensiv legte man den Grundstein für eine Nomination zur goldenen Himbeere und offensiv tasteten sich die Tornetz-Vandalen Task-Force langsam aber stetig an die Hinwiler Defensiv-Gemächer heran. Marc Serna und Abazi setzten erste Duftmarken. Nach 17 Minuten Eckball für Meilen. Die stehenden Bälle gehören bei den Goldküsten Maradonas schon im Muki-Turnen zum Standartrepertoire. Heute mit dem doppelt gemoppelten Rudel. Das ging dann so. Rastoder mit einem Eckball Marke Traum einer jeden Torjäger-Schwiegermutter fand den Kopf von Beglinger der das Spielgerät locker vom Hocker in die Maschen köpfte. Meilens Spiellust und Kampfgeist lief fast über den viel zu kleinen Teller. Nur drei Minuten später leuchtete die Torlampe wieder hinter dem Hinwiler Gehäuse. Kohler nutzte einen Fehler von Vito gnadenlos aus und erhöhte eiskalt auf 2:0. Meilen erhöhte den offensiven Upload an der Hinwiler-Firewall. So war es wieder Kohler nach einer schönen Kombination der für das 3:0 besorgt war. Nun war Schicht im Schacht. Kohler, diesmal mit der perfekt getimten Vorlage auf die spanische Flügelrakete und Playboy Patric Serna. Mit einem Schlenzer unter die Latte zum 4:0 manövrierte er die zuletzt arg gebeutelten Alpha-Tiere der Meilener Fussballszene in einen kollektiven Spielrausch. Mit dem 5:0 vor der Pause und seinem dritten persönlichen Treffer markierte Kohler seinen ersten Saison-Hattrick. Grosse Antwort eines grossen Stürmers nach dem verschossenen Elfmeter in Wetzikon. Meilen überzeugte aber vor allem im breiten Kollektiv: Hinten war Messerli nach einer schwächeren Periode wieder Schüll die Katze im Breitbild-Format. Davor dirigierte dessen Bruder Chrigu die Abwehr und ging mit einer Bilanz von 98.4 % gewonnenen Zweikämpfen in die Vollen. Mit Cordes, Komatzki und auch dem sehr agilen Testspieler Rastoder war eine sehr gute Verteidigung komplett. Im Mittelfeld organisierte Saxer mit einer leichten taktischen Korrektur den befreit aufspielende Beglinger und das spanische Jahrhunderttalent Marc Serna. Aussen Patric, der ältere, etwas trainingsfaulere Bruder mit einer ebenfalls sehr beachtlichen Pace und auf dem anderen Flügel der Trickser vom Bosporus, Berti Abazi. Vorne imitierte Kohler den perfekten Torjäger. Meilen fand zurück zum kompakten Mannschaftsspiel und das war gut so. Nach der Pause war die Piste sulziger geworden und Meilen schaltete einen Gang zurück, verlor aber nie die Kontrolle über ein sehr einseitiges Spiel. Schliesslich war es nach einer Stunde Rastoder, kurz nach einem Reifenwechsel, der das Spielgerät aus rund 45 Metern mit einem direkten Freistoss zum 6:0 in die Maschen zimmerte. Hinwils Schlussmann gab bei dieser Aktion eher eine Debütanten-Rolle zum Besten. Dann war Schluss. Meilen bleibt auf der heimischen Allmend ungeschlagen. Gezeichnet, die Heimmacht. In der Osterpause ruht der Ball, aber nicht die Artisten. Neben einem Oster-Eier Bemal Workshop soll auch die Fusspedicure nicht zu kurz kommen. Damit man mit gleichem Elan weiter das Revier mit Punkten markieren kann. Die Aufsteiger sorgen weiter für Betrieb in Liga 4. Dafür stehen sie mit ihrem Namen. Hans Nötig
4. Liga
SR: Bernhard Russi
FC Meilen 1c – FC Hinwil 2 6:0 (5:0)
Tore: 17. Beglinger 1:0, 20. und 30. Kohler 3:0, 35. P. Serna 4:0, 41. Kohler 5:0, 60. Rastoder 6:0
Meilen: M. Messerli, Komatzki (61. Senn), Cordes, Ch. Messerli, Rastoder, Saxer, Beglinger, P. Serna, M. Serna, Abazi (41. Overbeck), Kohler (50. Forro)
Bemerkungen: Meilen ohne Alimi (Bekanntgabe Kandidatur Gemeinderat Meilen), V. Sudakow (sucht den Feuerteufel), Baresic (Trainings-Panik), D. Sudakow (Schnupperkurs als Pferde-Coiffeur), Orifa (Treffen Manta-Club Züri Oberland), Bächler (Brunch bei Eveline Widmer-Schlumpf), Marinkovic (Kunstrasenallergie), Feurer (Esoterische Grundausbildung Miami Beach), Ritz (Kampfschule Taxi Tiefenbrunnen), Casanova (Auto nicht gefunden am Morgen) und Mjeku (Gründung der SVP Regionalpartei Hürnen Ost)

Erbärmlichkeits-Festival
Einst waren sie die hochgelobten „Goldküsten-Maradonas“. Nach einer blamablen 2:4 Pleite auswärts bei den Reserven von Wetzikon bei Rückrundenstart sind sie gesunken auf das Prädikat „Goldküsten Eglis“. Ein Fehlstart auf der ganzen Linie. Kein Gramm bereit. Uninspirierter als ein Schluck Wasser. Kämpferisch wie eine flügelarme Ente im Rentenalter.
Es war wahrlich eine spannende Winterpause für die damals noch hochgelobten Rasengötter. Viel Bewegung auch im Kader. Büttikofer meldete Insolvenz an, konnte den astronomischen Mitgliederbeitrag nicht mehr stemmen. Die Verantwortlichen hoffen jetzt noch mit den Päule-Fanshirts die fehlenden Millionen zu amortisieren. Das einst hochgelobte Jungtalent Meyer beweist sich neu in der Sparte Feierabend-Ballet und gab deshalb ebenfalls seinen Rücktritt. Samiezadeh’s Rücktritt erfolgte in Folge von einem Studium von Damenunterwäsche. Während die Mannschaft in der Winterpause ein Joga-Bonita Volontariat in der Halle absolvierte war der Rummel nach einer sehr guten Vorrunde zum Teil ein wenig zu gross geworden. Teils Spieler sah man mehr auf Tele Züri als auf dem Trainingsplatz. Überraschenderweise aber waren die vier Testpartien gar nicht so schlecht (2 Siege/2 Niederlagen). Neo-Kapitän Kohler zeigte mit acht Toren in vier Spielen gar eine unglaubliche Frühform. Die Rasengötter schienen bereit für den Start in die Rückrunde, zumal man Wetzikon in der Vorrunde mit einem 7:3 Sieg in die Tüte packte. Nach einer kurzen Werbeunterbrechung ging es rein in die Partie. Und wie sie rein ging, die Kugel. Freizeit-Artist und mit Gefühl-Fussballer Abazi führte schon nach vier Minuten einer seiner besten Nummern auf: Er schlenzte den Eckball direkt ins Tor. 1:0 für Meilen. Vier Minuten gespielt. Es war eine erfrischende Startphase. Abazi fürs Volk. Meilen versuchte zu kombinieren. Gar eine grosse Kombination gelang in Minute 25. Mittelfeld-Stratege Saxer lupfte den Ball ideal, ja fast schon brasilianisch in den Lauf von Abazi, der die Kugel sauber verarbeitete und anschliessend im Tor versteckte. Meilen führte 2:0. Berti Doppelpack sei Dank. Nun, was danach geschah, ist irgendwie nicht erklärbar. Sieben Minuten nach dem zweiten Tor für die Goldküsten Eglis hiess es plötzlich 2:2. Meilen imitierte einen Hühnerhaufen in Perfektion. Zweimal Spalier gestanden, zweimal kassiert, zweimal blamiert. Doch der Fussballgott beweist ab und zu Herz. Nach einem Brennwald-Schuss bewies sich ein Gastgeber-Verteidiger als Oliver Kahn Imitator. Hands auf der Torlinie. Penalty und als Garnitur eine roten Karte. Minute 37, eini vo eus?. Coach Lucien Golay forderte Abazi den Penalty zu treten, doch Kohler mit einem tonnenschweren Rucksack von Selbstvertrauen bepackt, schnappte sich die Kugel, orientierte den Torhüter wohin er schiessen wird und lief an. Leider sind wir aber nicht in Hollywood und sein Penalty und vor allem der Nachschuss vergab der Capitano auf kläglichste Art und Weise. Dann war Pause. Ein bisschen gar leichtfertig eine zwei Tore Führung abgegeben. Egal. Mund abwischen und mit Geduld und intelligentem Spiel die Mehrzahl ausnutzen. So auf jeden Fall der Plan. Mit Alimi, Orifa und Overbeck kamen drei frische Kräfte für einen möglichst eleganten Sturmlauf. Sturmlauf? Denkste. Meilen starb in Kläglichkeit. Eine Ballkombination über drei Stationen war schon fast ein Ding der Unmöglichkeit. Bei einer Ballkombination über vier Stationen wäre wahrscheinlich die Siegesmusik angegangen und die Konfetti wären vom Himmel gekommen. So unmöglich war eine Kombination über vier Stationen. Neben dem fussballerischen Tauchgang flammte wieder das leidige Thema der Überkommunikation auf. Teilweise fühlte man sich in einer Arena-Sendung aber sicherlich nicht auf einem Fussballplatz. Oder war das die Nationalmannschaft der Fussballkommentatoren? Dabei führte allen voran CVP-Alimi, der Gesprächsleiter mit Tiefgang, die Diskussion. Fussballerische Lösungsansätze? Fehlanzeige. In keinem Moment merkte man etwas von Meilens Überzahl. Wetzikon dagegen fand über den Kampf ins Spiel. Mit weiten Zuspielen in Meilens Abwehrzentrum fanden sie den wunden Punkt. So kam es wie es kommen musste. Das miese Drehbuch konnte nicht mehr überschrieben werden. Nach 80 Minuten und einem Doppelschlag baute Wetzikon die Führung auf 4:2 aus. Meilen schwenkte die weisse Fahne und sass kollektiv in die Wut-Höhle. Ausser Spesen nichts gewesen. Nun sollte man die phänomenale Vorrunde schnellstmöglich zu den Akten legen und mit Trainingsfleiss und Teamwork den Karren aus dem gar nicht vorhandenen Dreck ziehen. Die fetten Jahre sind vorbei, nach hinten die Ärmel. Das ist Jammern auf hohem Niveau liebe Ballinteressierten. Wollen wir den Teufel mal nicht an die Wand tagen. „Am Ende des Tages sind wir immer noch Aufsteiger in dieser Liga, vergesst das mal nicht liebe Presse“ so Meilens Beglinger nach der Partie. Seine neue schnittige Frisur sass dank drei Wetter Taft. Doch Fussball ist ein schnelllebiges Geschäft. Heute Egli, morgen Maradonna. Wir bleiben garantiert dran. Hoffentlich gibt’s bald wieder Ballkunst à la discretion. Hans Nötig
4. Liga
SR: Oliver Pocher
FC Wetzikon 2 – FC Meilen 2 4:2 (2:2)
Tore: 4. und 22. Abazi 0:2, 25. 1:2, 29. 2:2, 75. 3:2, 81. 4:2
Meilen: Messerli, Komatzki (46. Orifa), Cordes, P. Serna, Jemric, Saxer, Beglinger, Kohler, M. Serna (46. Overbeck), Brennwald (46. Alimi), Abazi
Bemerkungen: Meilen ohne Senn (Einsatz mit Cobra 11), Feurer (Pferdemesse Brüssel), Forro (Lachs Brunch bei Carl Hirschmann & Friends), V. Sudakow (Ärztlich falsch beraten), Ch. Messerli (In Las Vegas die amerikanische Konjektur am pushen), Baresic (lange nicht gesehen), D. Sudakow (Arzt von seinem Bruder), Bächler (Evangelisch Christlicher Harley-Ausflug Hinterdöttingen), Marinkovic (unter diesem Anschluss keine Nummer), Ritz (Imaginäres Kniestechen gepaart mit einer Sforzaititis), Casanova (Baby Comeback!) und Mjeku (Freiwilliges Aktenvernichten SVP Happening in der Villa Blocher Herrliberg)

Schiffbruch in Uster
Die Goldküstenmaradonas können es auch in die entgegengesetzte Richtung. Unerklärliche 1:6 Pleite in Uster. Nach einer bis zu diesem Spiel fast perfekten Vorrunde zollen die Ballkünstler mit der Lizenz für gehobene Samba do Brasil-Spielzüge im letzten Spiel dem grenzenlosen Hype Tribut. Die Welt geht nicht unter, dreht sich aber definitiv ein bisschen langsamer.
Besammlung 08:15 Bahnhof Meilen. Unmenschlich, ein Haufen derart hochqualifizierten Artisten aus dem Schönheitsschlaf zu wecken. Doch im tiefen Uster ticken die Uhren noch wie in der guten alten Zeit. Bis auf Siebenschläfer Orifa waren dann auch alle Akteure pünktlich erschienen. Die Stimmung war gut. Das Selbstvertrauen nach einer grandiosen Vorrunde war im Bereich Doppelsalto. So sah der Plan vor mit schönen Frisuren, schönen Fussball zu spielen und locker lässig die Punkte beim Tabellen Vize-Schlusslicht Uster abzuholen. Der Sache war man sich ziemlich sicher. Auch Coach Lucien Golay ersetzte auf seinem Nachttisch die Pressing & Konter Broschüre mit dem Bildband für Hacke-Spitze eins zwei drei. Einmal Fussball-Gala bitteschön die Devise. Doch ich, Hans Nötig, der Fussball-Weise, spürte schon früh negative Strömungen. So gab es in der Kabine statt einer Teamsitzung ein kurzes Poker-Cash Turnier, die Aufstellung gab der Coach im Sitzen bekannt und Beglinger machte sich auf dem Camping-Gaskocher noch seelenruhig ein Spiegelei. Ein bisschen gar locker vom Fussball-Hocker. Als dann noch Maja Brunner als Überraschungsgast auftauchte und für Hüter Messerli ein Überraschungs-Lied sang, war die Grenze des guten Geschmacks deutlich überschritten. Statt einlaufen gabs Yoga. Statt Isostar schlürfte man Champagner. Wie sollte das gut gehen? Kam es nicht. Zusammenfassung der ersten 35 Minuten: Meilen war gedanklich und vor allem kollektiv noch im heimischen Badezimmer und kraulte sich gähnend den Bauch. Konsequenz: Ein alles andere als angsteinflössendes Uster führte 2:0. Nach langer Zeit war es wieder einmal zum Staubsauger melchen. Wer jetzt dachte Meilen kehrt mit der Wut im Bauch ins Spiel zurück sah sich geirrt. Mit der Intensität eines Streichelzoos für herzschwache Hamster stemmte man sich gegen das drohende Unheil. Durch das Band eine bedenklich schwache Leistung. Klar war da auch der Platz. Ein Kunstrasen wie zu Tells Zeiten. Dazu ein Gegner, der schon nach zwanzig Minuten in jeder Situation Zeitspiel betrieb. Garniert, so zusagen der Gipfel, ein gegnerischer Coach, der seinen Soldaten dazu anstachelte auf die Knochen zu gehen. In diesem rauen Milieu konnte keiner der Virtuosen das Heft in die Hand nehmen und sich entfalten. Es hätte nicht viel gebraucht. Den dieses Uster war auch eher aus dem Hobelbank-Bereich gemessen am Potenzial der Goldküstenmaradonas. Dann war Pause. Selten war es so ruhig. Mucksmäuschenstill. Konsterniert fand man im Plenum den Konsens absolute Kacke gespielt zu haben. So war der neue Plan besser zu spielen und die Punkte doch noch zu holen. In einer ersten Fallstudie sah das dann gar nicht schlecht aus. Kohler, Abazi und Overbeck kamen zu ersten Chancen. Die Auswertung aber kläglicher als das Abschneiden der Ski-Nationalmannschaft der Bahamas an olympischen Spielen. Mental ging nun langsam was kaputt und die Gastgeber spielten sich für ihre technisch limitierten Voraussetzungen in einen Vollrausch. Daraus resultierte die nächste Konsequenz das 3:0. Das Spiel war jetzt offener. Meilen spielte nicht mehr grottenschlecht, nur noch schlecht, das reichte aber schon um offensiv ein paar Farbtupfer zu setzen. Doch Kohlers 3:1 fiel zu spät, zehn Minuten vor Schluss. Der Glaube an das Unmögliche war schon früher gebrochen. Am Ende liess man sich gar noch abschlachten. Drei Gegentore in den letzten fünf Minuten. Meilen schwenkte die weisse Fahne, aber nur auf halbmast. So wurde der grösste Sieg für die Vereinsgeschichte von Uster Tatsache. Meilen muss sich an die eigene Nase fassen, Uster hat das Spiel nicht gewonnen. Meilen hat Uster den roten Teppich ausgerollt. Das nennt man wohl geistige Erschöpfung nach permanenten Höhenflügen. Team-Mentalist Mike Shiva wird sich noch intensiv mit dieser Niederlage befassen. Doch das ist halt so wenn man vom Champions-League Highlight der vergangenen Wochen in den biederen Liga-Alltag zurückkehrt. Die Konzentration leidet. Nach einer kalten Zwangs-Dusche waren die erhitzen Gemüter auch wieder beruhigt. Die eigene Unfähigkeit an diesem Sonntag trübt aber nicht über die alles in allem sensationelle Vorrunde der Goldküstenmaradonas. Die Aufsteiger feiern Weihnachten und Neujahr auf dem dritten Tabellenrang. Wer hatte das gedacht? Bis auf Sepp Brändli niemand. Nun wechseln die Goldküstenmaradonas in die Halle, damit ihre filigrane Technik nicht wegfriert über den Winter. Bis es dann im Frühling wieder heisst, Spiel, Sport und Spass mit dem FC Meilen 3. Da es niemanden interessiert noch schnell zu meiner Person. Mein Hauptaugenmerk in diesem Winter ist das Kerzen ziehen. Daneben hab ich noch ein anderes Projekt. Da ich pro Schriftzeichen bezahlt werde (Danke Frau Hodel, bitte kleine, unnummerierte Scheine), realisiere ich über den Winter ein Projekt für den Dorfkern in Meilen. Ein Stadion für die Goldküstenmaradonas. Das Stade de Nötig. Jetzt müssen nur noch die passionierten Lesebrief-Schreiber auf meine Seite gebracht werden. Dank Mjekus guten Beziehungen zur SVP konnten schon erste zusätzliche Investoren an Land gezogen werden. Bulat Tschagajew gehört nicht dazu, er bekommt aber eine führende Stelle im Sektor Geldwäsche und einen geheizten Sitz im Verwaltungsrat. Hans Nötig
4. Liga
SR: Köbi Lieb
FC Uster – FC Meilen 6:1 (2:0)
Tore: 17. 1:0, 35. 2:0, 59. 3:0, 79. Kohler 3:1, 86. 88. 90. 6:1
Meilen: M. Messerli, Komatzki (69. D. Sudakow), Overbeck (83. Samiezadeh), Ch. Messerli, Senn (60. Orifa), Saxer, Kohler, Costantini (82. Beglinger), Beglinger (46. Cordes), P. Serna, Abazi
Bemerkungen: Meilen ohne Forro (Weihnachtsbaum schmücken), Bächler (Facebook gehackt), Marinkovic (Kandidatur als neuer Wetten dass-Moderator), Mjeku (Gespräche mit Stadioninvestoren), M. Serna (Traut sich vor lauter Groupies nicht mehr aus dem Haus), Büttikofer (Fussballschuhe gegen zwei Dosen Bier getauscht), Paulo Jorge Da Silva Rodrigues (Mindesttemperatur unterschritten), Alimi (Show-Jass Veranstaltung in Süd-Korea), Ritz (Aufführung im Musical König der Primarschüler) und V. Sudakow (Knie im Wodka)

Die unendliche Geschichte
Meilen im Herbst 2011. Eine Tochtergesellschaft des FC Meilen manipuliert weiter munter die Fussballgeschichte. Die dritte Mannschaft, im Fach-Jargon und unter echten Experten liebevoll die Goldküstenmaradonas genannt, erkämpft sich mit dem 2:2 gegen Liga-Krösus Dübendorf einen weiteren goldenen Punkt. Neo-Abwehrgott Christian Messerli netzte in der 93. Minute zum viel umjubelten Ausgleich ein.
Nach dem Jahrhundert-Sieg am letzten Wochenende in Mönchaltorf und einer grenzenlosen Euphorie im Dorf stand mit Dübendorf gleich der nächste Hochkaräter auf der Matte. Die Gault-Millau Bibel stuft die Industriestädter noch einen halben Stern höher ein als die Alternativköche aus Mönchaltorf. Zudem plagten die Fussballweltverbesserer die Verletzungshexe. Beglinger ersetzte in der ungewohnten Rolle als Rechtsverteidiger den verletzten Vitali Sudakow. Zudem bediente sich Coach Lucien Golay aufgrund von weiteren Absenzen einmal mehr in der Hall of Fame des FC Meilen. Mit Costantini, Boppart und wieder Feurer stand ein Who is Who der gehobenen Bandenhobel & Fingermalkunst auf dem Platz. Vorne kehrte Alimi nach dem operativen Entfernen seiner Krampfadern wieder in die Startelf zurück. Gleich nach Spielbeginn versuchten die Gäste dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Dübendorf legte seine Ambitionen früh auf das Parkett. Spielstark und angriffslustig. Mitten drin, man glaubt es kaum, Lewis Hamilton führte in Dübendorfs Mittelfeld Regie und war ein stetiger Unruheherd. Christian Messerli kümmerte sich rührend aufopferungsvoll um diesen Silberpfeil. Die Schwarzgelben hielten auch sonst dagegen und standen kompakt in der eigenen Hälfte. Taktikcoach und Chefscout Sepp Trütsch hatte die Mannschaft hervorragend eingestellt. Trotzdem musste Meilens Hütter Messerli schon früh den Kahn auspacken und ein Bildband für mirakulöse Grosstaten herausgeben. Vorne war es Kohler, der sieben verschiedene Garnituren von BVB-Bettwäsche besitzt, der agil wie immer Löcher in die Verteidigung reisen konnte und für stetige Panik sorgte. So auch in Spielminute 15. Nach einer abgewürgten Bogenlampe von Beglinger kam der Ball, nachdem er den Mars berührt hatte, von oben vor das Tor geflogen. Dübendorfs Schlussmann griff daneben wie Griechenland an der Börse und Kohler brauchte nur noch seine nichtvorhandenen Goldlocken hinzuhalten und zur Führung einzunicken. Dübendorf wirkte geschockt und Meilens Akteure wuchsen zwischenzeitig zwischen 2-3 Zentimeter über die eigene Körpergrösse. Aussenback Komatzki verlangte sogar kurzzeitig grösseres Schuhwerk. Dübendorf wirkte kurze Zeit geschockt. Meilen cool bis aufreizend lässig. Alimi besass gar die Möglichkeit zum zweiten Streich, sein Schuss ging aber knapp neben dem Gehäuse vorbei. Nun fanden die Favoriten aus Dübendorf besseren Tritt. Der Druck wurde erhöht, doch Meilen war defensiv präsent wie Asylunterkunft-Diskussionen im Dorf. Doch irgendwann hiess es Wiederstand zwecklos. Zehn Minuten vor der Pause nach einem schnell vorgetragenen Konter kam die Dübi-Elf zum sicherlich nicht unverdienten Ausgleich. Dies bedeutete gleichzeitig Pausenstand. Die Senioren Costantini, Boppart und Feurer wurden waagerecht für 15 Minuten ins Sauerstoffzelt geschoben und danach mit einer Ovomaltine verköstigt und schon hiess es rein in Durchgang Zwei. Bei Meilen kam Mönchaltorf-Killer und Tierschützer aus Leidenschaft Abazi ins Spiel. Ein dumpfes Raunen ging durch den Block der Gäste. Nach der Pause sollte Meilen seine beste Phase haben. Immer wieder gefällige Angriffe aus dem High-Speed Bereich der zukunftsorientierten Fussballkunst. Leider blieb das Netz aber leer. In einer durchaus schnellen und attraktiven Partie waren es aber auch immer wieder die Gastgeber die den offensiven Taktstock schwungvoll betätigten. Schliesslich aber war es Meilens Abwehrpatron Feurer, der das nächste Tor erzielen konnte. Mit dem kleinen Makel das er seinen Jahrhundertkopfball ins eigene Netz versenkte. Es war zum Granulat fressen. Meilen stand angezählt in der Ecke. Noch 13 Minuten und viel bereits verpuffte Kraft, doch die Goldküstenmaradonas, die sturen bis zum Schluss Kämpfer, warfen die Flinte noch nicht ins Korn. So kam es zum letzten stehenden Ball in der 93. Minute. Eigentor Schönschütze Feurer packte noch einmal den Zauberstab aus, brachte eine weite Flanke tief in des Gegners Strafraum. Dort stieg Hüter Messerli, der alles oder nichts für diesen letzten Ball nach vorne gestürmt war, am höchsten und verlängerte mit seinem Scheitel den Ball genau auf den Fuss seines Abwehrchefs und nicht zuletzt Bruders Christian, der den Ball in Goalgetter-Manier über die Linie drückte. Samba do Meilen à la Brechstange. 2:2 in der Nachspielzeit. Jetzt brachen alle Dämme. Die Aufsteiger aus Meilen, auch schon medial in die Plauschfussball-Schublade abgeschoben worden, sind ganz oben mittendrin statt nur dabei. Dübendorf 20, Mönchaltorf 19 und dahinter Meilen mit 18 Punkten. Schöne Moment. Nächsten Sonntag auswärts in Uster gilt es die jetzt schon perfekte Vorrunde in absoluter Perfektion abzuschliessen. Dann wäre man bei den Nominationen des Oscars in der Kategorie bestes Make-Up sicherlich ganz oben mit dabei. Das gäbe ein absolut freudiges Christbaum abfackeln. Hans Nötig
4. Liga
SR: Kurt Felix
FC Meilen 1c – FC Dübendorf 2 2:2 (1:1)
Tore: 15. Kohler 1:0, 36. 1:1, 77. 1:2 Eigentor, 93. Ch. Messerli 2:2
Meilen: Messerli, Beglinger, Feurer, Ch. Messerli, Komatzki (54. Orifa), Saxer, Boppart, P. Serna (46. Abazi), G. Costantini, Kohler, Alimi (61. M. Serna)
Bemerkungen: Meilen ohne Overbeck (Anti- Agressions Training), Forro (Probetraining Traktor Bäretswil) Bächler (Felgen-Politur Lehrgang), Senn (Migrationshintergrund vorgetäuscht), Marinkovic(Rücktrittsgedanken), Mjeku (Wahlschlappe am verdauen), V. Sudakow (Jahreshauptversammlung der russischen Föderation für kontrolliertes Wodka vernichten), Büttikofer (Jährliches Treffen des ehemaligen Lüthi & Blanc Fanclubs), Paulo Jorge Da Silva Rodrigues (Der Gerät ist vor dem Chef im Geschäft), Cordes (Im Massagestuhl eingeklemmt), Ritz (Repräsentative Verpflichtungen für den Kinderhort Obermeilen), D. Sudakow (Bärenjagd mit Wladimir Putin) und Meyer (Illegale Hamster-Kämpfe Sizilien)
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Leader Metzgete
Die Metzgete, jeweils zur Herbstzeit, hat Tradition. Es gibt sie, seit der Mensch sesshaft geworden ist und sich die Tierhaltung zu Nutzen gemacht hat. „Bäumig, da machen wir mit!“ dachten sich die Goldküstenmaradonas. Weil Aussenback Komatzki den Teigwaren-Veganern angehört, entschied man sich für die fleischlose Punkte-Metzgete. 2:1 Sieg beim Leader in Mönchaltorf. Unverschämt effizient. Der Fussballgott trägt schwarzgelb.
Wäre Fussball logisch, hätten die schwarzgelben Himmelstürmer der FC Meilen 3 Filiale die Reise nach Mönchaltorf gar nicht erst antreten müssen. Zu sehr David, zu sehr Goliath auf dem Papier. Doch Fussball ist nicht logisch. Deshalb besonnen sich die Ballzauberer unter der Woche im Training auf andere Werte. Die Ballerinas wurden auf die Seite gelegt und die Stahlkappen Schuhe im Bob der Baumeister-Design wurden montiert. Psychologisch ganz hohes Niveau was Team-Mentalist Rainer Harnecker da aufs Parkett gezaubert hatte. So total bildlich mit Emotionen. Jeder wusste, ohne 100% kämpferischen Einsatz und handwerklichem Geschick würde man in Mönchaltorf höchstens einen Satz warme Ohren zum Nulltarif bekommen. An der Personalfront fehlte Topskorer Alimi, die personifizierte Lebensversicherung mit Mitteilungsdrang. Coach Lucien Golay entschied sich für ein leicht modifiziertes 4-2-3-1-System mit von aussen nach innen verstellbaren Flügelzangen. Jeder Taktik-Freak hätte Walzer im Handstand getanzt. Hinten lief bereits zum zweiten Mal in dieser Saison die Meilener Fussball & Strandbadminton Legende Feurer auf. Ganz viel Routine, mit einem Schuss Schlitzohrigkeit und Organisationstalent. Das Spiel begann. Die orangen Neonstifte aus Mönchaltorf rissen das Spieldiktat sofort an ihre Leiber. Wie erwartet zog schnell ein Sturm auf. Doch Meilen war gedanklich, taktisch und auch spirituell auf dieses Ereignis vorbereitet. An der Mittellinie zog sich der gelbschwarze Abwehrverbund zu und versuchte die Räume eng zu machen. Das gelang ziemlich gut. Mönchaltorf spielte mit Druck, aber ohne Präzision und fiel doch mal ein Angriff aus dem Abwehrnetz der gelbschwarzen Spiderman-Imitatoren, rettet hinten Publikumsliebling und Hexer Martin Messerli, zweimal auch in absoluter Extremnis. Mönchis Starstürmer und Alpen-Adonis Fabian Real hatte einen schweren Stand. Logisch das sein Schwiegervater in Spe, Erich Forster, lieber Stimmen zählen ging. Vorne war das Motto bei Meilen. Wenig, aber dann richtig viel. Abazi, der ganz vorne Alimi ersetzte, war als Einzelkämpfer unterwegs. Er lauerte auf seine Chance. Und das Lauern würde sich bald lohnen. Nach einem schnellen Zuspiel in die Spitze von Feurer hiess es Vorhang auf für den Zirkus-Abazi: Nach einer Ballannahme Marke Traum aller Fussball-Liebhaber vernaschte der „Lionel von Meilen“ auf der Fläche einer Sonderbriefmarke drei Gegenspieler ehe er die Kugel flach und eiskalt im Gehäuse der Gäste versteckte. Meilen führte völlig gegen den Spielverlauf mit 1:0. Mönchaltorf blieb weiter spielbestimmend mit enorm viel Ballbesitz, doch Meilen lief Defensiv immer mehr im Kürbereich. Ganz grosses Abwehrschlachtkino. Umso ärgerlicher dann die Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Nach einer hohen Flanke und einstimmiger Uneinigkeit in Meilens Hintermannschaft gelang den Gastgebern der lang ersehnte Ausgleich. Nach einem Kurz-Seminar für schnelles Verdauen von Gegentreffer ging es rein in Halbzeit zwei. Am Spielgeschehen änderte sich nicht viel. Mönchaltorf war weiter spielbestimmend, doch Meilen erledigte in den defensiven Zonen einen sehr guten Job. Es mischte sich bald ein Hauch Verzweiflung in die Offensivaktionen der Gastgeber, was Meilens Konteransprüche in die Höhe schnellen liess. So war Christian Kohler, intern nur noch Kagawa gerufen, der einmal mehr zu einem Kubilay-Gedenk Sprint ansetzte und allen davonzog und nur noch mit einem Foul gestoppt werden konnte. Zur Freude von Meilen im Strafraum. Penalty. Glasklar und unumstritten. Abazi, der König vom Bosporus übernahm die Verantwortung. Und wie er sie übernahm. Er hämmerte das Spielgerät in das linke Lattenkreuz. Meilen, der Aussenseiter mit gefühlten 30% Ballbesitz führte plötzlich mit 2:1. Die nicht mitgereisten Fans zeigten ihre Freude mit einem imaginären Pyro-Weitwurf Wettbewerb. Zu jeder Zeit friedlich. Marco Cortesi war sprachlos ab dieser Friedfertigkeit. Doch zu diesem Zeitpunkt warteten weitere 25 Minuten Abwehrschlacht im höheren Hubraumbereich. Doch Meilen stellte sich dieser Aufgabe bravurös. Das Defensiv-Reduit wurde aufgebaut. Mönchaltorf suchte nun bei jeder Aktion den Penalty, unterstützt von regeltechnisch unwissender Salami-Prominenz auf der Tribüne. Doch Schiedsrichter Scheich Relax behielt zu jeder Zeit die Übersicht. Trotz spärlicher Abnutzung seiner Sohlen. Nun war die Reihe an Meilens Hüter Messerli. Ihm fehlte wohl irgendwie die Würze? Minute 88. Noch zwei Minuten und was macht dieser crazy Dude? Er holzt in einer Mischung von Kung-Fu für Fortgeschrittene und Unterwasser-Karate den Angreifer von seinen Stelzen. Glasklar das Verdikt. Penalty zwei Minuten vor Schluss. Doch Messerli wollte vermutlich nur Zeit schinden. Was viele nicht wissen: Messerli hat sich unter der Woche in der Bibliothek den neuen Langenscheidt für Penaltys ausgeliehen. Innert zwei Stunden verschlungen. Resultat: Auch diesen Elfmeter las der begeisterte Handschuhträger mit Bravour. Den Nachschuss parierte er als Zugabe und teilte sich dann in einer Mischung eines Marktschreiers und eines euphorisierten Beni Thurnheer mit. Auch schauspielerisch eine durchaus bühnenreife Leistung. Seine Quote: 3 von 4 Penaltys in dieser Saison gehalten. Potzblitz. Das wars. Meilen entführt in einer einzigartigen Punkteraub-Aktion drei Zähler aus Mönchaltorf. Zeigt man nächsten Sonntag gegen Liga-Krösus Dübendorf defensiv ein ähnlich grosses Kino, liegen auch dort Punkte in der Luft. Vebrennti Zeine! Hans Nötig
4. Liga
SR: Scheich Relax
FC Mönchaltorf 1 – FC Meilen 1c 1:2 (1:1)
Tore: 19. Abazi 0:1, 45. 1:1, 65. Abazi (Foulpenalty) 1:2
Meilen: M. Messerli, V. Sudakow, Feurer, Ch. Messerli, Komatzki, Saxer, Beglinger (78. Senn), P. Serna (73. M. Serna), Overbeck, Kohler, Abazi
Bemerkungen: Meilen ohne Forro (we are the 99 percent) Bächler (Welt-Delfin Tag), Marinkovic (Kandidatur als Staatspräsident Lybien), Mjeku (Stimmenverzählen im Auftrag der SVP), Orifa (Weibliche Intuition), Büttikofer (Zwischenprüfung im Tanzschuhe binden), Paulo Jorge Da Silva Rodrigues (Der Gerät wird nie müde), Cordes (Maroni-Verkäufer auf der Tribüne), Alimi (Treffen Rosamunde Pilcher-Fanclub), Ritz (Vorweihnachtliches Guetzli backen, Primarschule Obermeilen), D. Sudakow (Einsatz bei Heussers Trabanten), Samiezadeh (Straf-Sandwich streichen bei Sigrid) und Meyer (Casting als Erwachsenenfilm-Synchronsprecher), dann noch in eigener Sache: Danke Giordana für deine warmen Zeilen! Hans Nötig hat Tango getanzt
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Privatgrund Allmend
Nach der ersten Niederlage am vergangenen Wochenende in Stäfa reagieren die Lederfussball-Artisten des FC Meilen 3 mit dem nächsten Ausrufezeichen. 1:1 gegen das Fanionteam des FC Fehraltorf. Nicht schlecht Herr Specht. Mit einem halben Kilo mehr Glück oder adäquater Regelauslegung wäre sogar der Sieg in der Waagschale gelegen.
Hatte sich da Bayern München auf der Allmend verlaufen? Platzbesichtigung, Masseur, Trainer, Coach, Zeugwart und zwei blonde Mentaltrainerinnen. Das Fanionteam des FC Fehraltorf überlässt nichts dem Zufall. Meilens Hüter Messerli schlürfte noch im Tenue legere an einem Espresso als die Gäste schon zum ersten Warm-Up auf den Platz marschierten. Fehraltorf war gleichzeitig der Auftakt zu den Gigantenwochen. Danach folgen mit Mönchaltorf und Dübendorf zwei weitere Gegner aus dem höheren Wirtschaftskreisen. Bei den Gelbschwarzen erstmals im Aufgebot Marco Boppart. Der Sportchef des FC Meilen tauschte seinen edlen Zwirn gegen das Fussballtrikot. Die Gastgeber haben sich mit Eile und Weile und einer defensiven Grundkurs unter der Woche auf den Gegner vorbereitet. Sogar Hüter Messerli absolvierte am Mittwoch sein gefühlt zweites Training der Saison. Das nennt man Einstellung. Aber genug Vorgeplänkel. Die Wahrheit liegt auf dem Granulat. Das Spiel begann. Beide Teams schlugen ein hohes Tempo an. Ein Klassenunterschied? Fehlanzeige. Die Goldküstenmaradonas sprudelten vor Spielfreude und waren in den Zweikämpfen präsent wie SVP Wahlplakate an Strassenrändern. Mutig nach vorne. Die Belohnung liess nur fünf Minuten auf sich warten. Kohler erkämpfte sich in seinem Territorium am linken Flügel die Kugel. Nach einem Kubilay Türkyilmaz Gedenksprint schnippelte er das Spielgerät über den gegenteilig grossen Hüter der Gäste. Gänsehautfeeling auf der Allmend. Kohler for Bohlen skandierten die Fans. Eine heftige Reaktion der Gäste liess aber weiter auf sich warten. Meilen spielte hinten in Halbzeit 1 nahe an der perfekten Partie. Hinten vom dänischen Kopfball-Monster Overbeck und Zweikämpfer aus Leidenschaft Christian Messerli organisiert, auf den Aussenbahnen von dem agilen Komatzki und Duracell-Häschen Vitali Sudakow unterstützt. Grosses Abwehrkino. Davor spielte Boppart in Zusammenarbeit mit Saxer den perfekten Doppelstaubsauger mit grossartiger Saugkraft. Die Gastgeber hatten die Partie im Griff. Vorne hatte der angeschlagen in Spiel gegangene Alimi einen schweren Stand. Während Fehraltorf gar keine Torraumszenen hatte, waren Meilens Versuche auch aus dem zögerlichen Bereich. Einmal Alimi mit einem Heber und einmal Boppart mit einem Distanzschuss hätten noch am ehesten für Tormusik sorgen können. Danach war Pause und die mitgereisten Fehraltorf Green-Keepers stellten konsterniert fest, dass die Goldküstenmaradonas auf Kunstrasen spielen. Gleich nach Wiederanpfiff war es wieder der schnelle Kohler der am Flügel seinem Gegenspieler ein Champions-League Tunnel schob und alleine aufs Tor zog. Weil er sich im Kopf schon mit der allfälligen Jubelpose beschäftigte, war der Schuss zu wenig präzis. Danach erlebte die Spielorganisation der fahrenden Ballkünstler eine leichte Baisse. Gleich im Doppelpack musste Hüter Messerli Schüsse entschärfen. Er machte das gewohnt im Stil eines ganz Grossens seiner Zunft. Es folgte die verhängnisvolle 60. Minute. Eckball Fehraltorf. Wie schon gegen Stäfa war man einen kurzen Moment in der „ich rede auch mit Bäumen“-Phase, patzerte im Stellungsspiel und kassierte den alles anderen als logischen Ausgleich. Nun war Feraltorf spielstärker, sicherer in den Kombinationen und Meilen spürte den imaginären Benefiz-Marathon von Freitag Abend. Doch mit Konter-Aktivitäten schielte Meilen auf den Lucky-Punch. So war es erneut Kohler, der allen davonrannte und alleine aufs Tor zog. Was nun folgt ist für Kinder unter 16 Jahren nicht erlaubt zu lesen. Mit einer Mischung aus Bruce-Lee und Jörg Abderhalden stoppte der Gäste-Hüter Kohler unsanft. Ein Foul aus der Rubrik „Die 10 klarsten Penalties in der Fussballgeschichte“. Schiedsrichter Capelli Bella sah es differenzierter. Im entscheidenden Moment hatte er Haare im Gesicht. Eine plausiblere Erklärung für diesen Nichtpfiff gibt es nicht. Mit der Wut im Bauch kam Meilen am Ende noch zu einer dreifachen Chance. Overbeck, Serna und zuletzt Beglinger scheiterten in der gleichen Szene am glänzend reagierenden Gästehüter. Es wollte nicht sein. Meilen verdient sich mit einer vor allem in der ersten Halbzeit vorzüglichen Leistung einen mehr als verdienten Punkt. Am Ende schien das Team enttäuscht. Die Aufsteiger wollten den Sieg. Nächste Woche reist man als David zu Leader und Goliath Mönchaltorf. Doch Überraschungen sind grundsätzlich nie ausgeschlossen. Ich schwör. Hans Nötig
4. Liga
SR: Valentino Capelli Bella
FC Meilen 1c – FC Fehraltorf 1a 1:1 (1:0)
Tore: 5. Kohler 1:0, 60. Holzbein 1:1
Meilen: M. Messerli, V. Sudakow, Ch. Messerli, Overbeck, Komatzki, Boppart, Saxer, Beglinger, P. Serna, Kohler (72. M. Serna), Alimi (78. Forro)
Bemerkungen: Meilen ohne Abazi (Neuverfilmung Hangover in Lugano), Bächler (Aufführung mit dem Chor für Brot), Marinkovic (Bus verpasst), Mjeku (Ausserparteilicher Besuch einer Gallerie mit Silvia Blocher), Meyer (auf der Tribüne mit Gina-Lisa Lohfink), Senn (Zapfenstreich überzogen), Orifa (Trainings-Allergie), D. Sudakow (Komatzkis Berater zahlt die besseren Provisionen) Büttikofer (Neuorientierung zum halbprofessionellen Nachtschwärmer), Paulo Jorge Da Silva Rodrigues (Abgestorbene Nocken), Cordes (Mähdresch-Messe in Hamburg), Ritz (Doppelhalter Workshop) und Samiezadeh (Sandburg eingestürzt)
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Das Gegenteil von Sieg
Bewusstseinserweiterung für die Goldküstenmaradonas: Nach einem goldenen Spätsommer folgt pünktlich auf den unnötigen Winteranfang die erst